Freitag, 19. Mai 2017

Retour von der Kur 2017 - Teil 1

Erste Bilder und die ursprüngliche Capsule Wardrobe für drei Wochen

Servus ihr Lieben!
ܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓ
 

Der Wonnemonat Mai hat inzwischen seinen Zenit überschritten. Nun ja, damit ist er nicht allein,
mir geht's so ähnlich 😉. Das Geheimnis, wo ich die Wochen rund um Ostern und den ersten Mai 
verbracht habe, sollte nun für meine regelmäßigen LeserInnen bereits gelüftet sein. Für alle, die sich 
immer noch fragen, weshalb es bei mir in dieser Zeit zwar Blogbeiträge gab, aber kommentarmäßig 
"Funkstille" herrschte: Herr und Frau Rostrose weilten zur Kur im schönen Bad Schönau. Auf
Reisen waren wir also nicht und auch nicht auf Urlaub, aber erholsam war es - trotz gewisser
Anstrengungen - dennoch.


A short English summary of this post:
My husband and I spent three weeks on a health cure. Today I will show you the beautiful 
surroundings of the health resort and the Capsule Wardrobe, which I had prepared for the stay.
 Hugs, Traude 






Es gab Moorpackungen und Massagen, Kohlensäurewannenbäder, Heilgymnastik im Wasser
und im Turnsaal, Elektrobehandlungen für den Rücken, Nordic Walking, Topfenwickel um die
Beine, und dann auch noch unser freiwilliges Zusatzprogramm - (sanftes) Yoga, Kraftkammer,
schwimmen, wandern, walken bzw. laufen, Ergometertraining ...


Gesundheitsressort Königsberg und Umgebung in Bad Schönau
Die alte Wehrkirche (erbaut um 1120) ist eines der Wahrzeichen des Ortes. Das Storchennest auf dem Mast davor ist ein weiteres.



Und weil ich euch während dieser drei Wochen nicht ganz unversorgt lassen wollte (bzw. weil ich
ANL pünktlich zu posten gedachte und auch endlich den Reisebericht fertigstellen wollte), bereitete
ich ein paar Postings für die Zeit meiner Abwesenheit vor (und sicherheitshalber auch für danach).


Frühlingsgeblühe in Bad Schönau
... und Osterlämmer mitsamt ihren Muttis
 


Wegen der oben erwähnten rostrosigen Zenit-Überschreitung und der gleichzeitigen 
Notwendigkeit, noch ein Weilchen für den Arbeitsalltag am Computer tauglich zu bleiben, ist ab
und zu eine Generalsanierung unserer edlen Körper vonnöten. Und auch die Seelen schrien nach
etwas Ruhe und Abstand vom Büroleben.


Wir unternahmen mehrere Wanderungen und gingen auch abseits vom Kurprogramm walken (ich) bzw. laufen (Edi)

 
Zweimal haben wir uns davor schon zur Kur 
begeben - diesmal war sie notwendiger denn je. (Ich kroch schon so ziemlich am Zahnfleisch
daher, wie man bei uns so schön sagt...) Die letzten Kuraufenthalte waren 2010 und 2013 - und
zwar ebenfalls im Haus Königsberg in Bad Schönau. Falls euch meine damaligen Schilderungen 
interessieren, könnt ihr hier klicken: Kur 2010 und Kur 2013. Danach wurden unsere Kur-Anträge 
zwei Jahre lang abgelehnt - wohl kaum, weil wir zu gesund waren, sondern eher, weil den 
Krankenkassen das Geld allmählich immer knapper wird.





Diesmal hatte ich für die Kur eine Capsule Wardrobe vorbereitet (bzw. genauer gesagt für die
Abende, wo im Restaurant "angemessene" Kleidung gewünscht wurde - also keine Trainingsanzüge,
Bademäntel etc. 😉) Und diese Drei-Wochen-Garderobe möchte ich euch hier gleich mal in seiner
ursprünglichen Version zeigen. Als ich diese Kombinationen zusammenstellte, hatte es allerdings
22 Grad. 

Da ich kurz danach eine Wettervorschau sah, in der für die zweite Kur-Woche Tageshöchst-
temperaturen von 6 Grad prognostiziert wurden, ergänzte ich die Capsule Wardrobe nach diesen
Fotos noch um ein paar wärmere Teile. Letztendlich mixte ich dann während der Kur alles nach Lust
und Laune, weshalb kaum eine der hier gezeigten Kombinationen 1:1 von mir übernommen wurde.
Aber als Inspiration kann man sie ja trotzdem nehmen. Wie ich die Teile tatsächlich
kombinierte, zeige ich euch demnächst.

 
 


Die Hauptbestandteile der Capsule Wardrobe waren zwei Stufenröcke (einer in schwarz, einer
in beige) und zwei Hosen (eine in taupe, eine in weiß), schwarze Leggings sowie diverse Blusen,
T-Shirts, Jäckchen und ein Kleid von Des*gual. Farblich beschränkte ich mich, wie ihr seht, auf
schwarz, weiß, rot und beige bzw. taupe.

Es gibt übrigens auch ein paar "neue"
Teile zu sehen, die ich vor der Kur erstanden habe: die rote Bluse (vom Rot-Kreuz-Henry-Laden um
5 €), die ärmellose schwarze Weste oben rechts über dem Des*gual-Kleid (vom 2nd-Hand-Shop in
Guntramsdorf, ich glaube, um 6 €) ...






... sowie unten das rote Kurzarm-Shirt, das ich links und rechts zu den beiden Spitzen-Tops
kombiniert habe und das schwarze Langarmshirt mit der integrierten Gürtelschnalle links darunter
(beides auch wieder vom Henry-Laden und fast geschenkt):
 



Alles andere befindet sich schon seit einer Weile in meinem Kleiderschrank und ist euch
vermutlich in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen wohlbekannt.




Am Anreisetag trug ich etwas, das nicht aus Bestandteilen der Kur-Capsule kombiniert war. Die
Einzelteile dieser Kombination konnte ich quasi als Zusatz-Joker einsetzen. Weil das blütentreiche
Häkeltop und der Schal mit Blumenmuster gut zum Thema der der Modischen Matronen - Buds 
and Blooms - passt, verlinke ich meinen Post auch gleich dort. Hier geht's zu den tollen Blogs der
"Mode-Matronen" Tina, Beate und Natalia! 




Wie ihr an den folgenden Fotos seht (und wie ihr es ja zur selben Zeit teilweise bei euch daheim
ebenfalls erlebt habt), war es mehr als nur gut, dass ich sicherheitshalber noch ein paar warme
Sachen einpackte - denn der Winter kam tatsächlich noch einmal zurück - und er kam sogar
ziemlich heftig.


Das war erst der Anfang des späten Wintereinbruchs...



Ich machte mir bei all dem Schnee gewisse Sorgen um das unweit der alten Kirche brütende
Storchenpaar. Aber zum Glück sind die Störche robust und müssen offenbar in jedem Jahr noch eine
gewisse Menge Schnee und Kälte aushalten. Das erzählte uns jedenfalls der ehemalige Pfarrer von
Bad Schönau, bei dem ich auch eine sehr interessant und lustig gestaltete Kirchenführung mitmachte:
Die Störche kommen seit zwanzig Jahren in den Ort (ob es immer noch dieselben sind, wusste der
80 Jahre alte Pfarrer nicht) - und sie kommen in jedem Jahr so, dass sie Ostern in Bad Schönau
verbringen können (egal zu welchem Termin Ostern stattfindet).


Das Storchenpaar war froh, als der Schnee wieder dahinschmolz - und auch die übrige Natur erholte sich bald ...

Alles Weitere über die Kur und über meine Capsule Wardrobe für diese drei Wochen
erzähle ich euch in meinen kommenden Postings.

Mit den zahlreichen Naturaufnahmen und den nachhaltig genutzten
Kleidungsstücken in meinem heutigen Beitrag bin ich mal wieder bei ANL dabei, außerdem 
bei Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. bei ihrem Schmuckkistl, bei Tinas Freitagsoutfit und 
bei Sabines Aktion Outfit des Monats. Mit den roten Kleidungsdetails und Blüten mische 
ich auch wieder bei Juttas Aktion Ich sehe rot mit! Und als ich gelesen habe, dass der 
Natur-Donnerstag zu Gislana / Jahreszeitenbriefe umgezogen ist, fiel mir ein, dass ich 
da endlich mal wieder mitmachen könnte.

Vielen Dank für eure bisherigen Beiträge zu  
ANL - A New Life - Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität! Ich hoffe, ihr alle mischt
weiterhin eifrig dabei mit - HIER könnt ihr noch bis zum Abend des 1. Juni eure dazu passenden
Posts verlinken!


ܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓ
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße und auf bald,
eure Traude
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +
ܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓܓ


Sonntag, 14. Mai 2017

ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen

Servus ihr Lieben,...



... wie schon im vorigen ANL-Hauptposting angekündigt, folgt heute der zweite
Teil des Themenkreises "Wäsche waschen mit Efeu, Wäsche Färben und Stiefel bemalen"...
Ursprünglich hatte ich daraus ein einziges Posting machen wollen, aber wegen unseres Kur-
aufenthaltes war es zuletzt mit jener freien Zeit, die ich zum Bloggen verwenden konnte, nicht allzu
weit her. Deshalb musste ich den Beitrag also "zweiteilen". Vielen Dank für euer Interesse
und eure Kommentare zum Wäsche-waschen-mit-Efeu-Teil und für eure dortigen 
ANL-Verlinkungen!


A short English summary of this post:

Today I show you old clothes, which I dyed in the washing machine - now they are again "like new".
  And from my old, boring black boots, I "conjured" some "new" boots with some color. If the color is 
no longer good, you can simply paint it new. I wore the red boots a year and repainted them now, the 
blue boots I painted only recently.


Weiter geht's mit Punkt 2 - Wäsche Färben

Als meine Tochter klein war, musste ich öfter mal Wäsche färben, weil ich einige Flecken
einfach nicht aus ihrer Kleidung herausbekam. (Und damals wusch ich noch mit angeblich 
Weißer-als-Weiß-waschenden Waschmitteln. Alles Lüge! Die können auch nicht viel mehr als 
Efeu oder Kastanien oder Waschnüsse, bloß enthalten sie umweltschädlichere Substanzen ... und 
manche Firmen werden davon reich. Das ist der Hauptgrund, weshalb man uns seit Jahrzehnten 
einredet, wie toll diese Mittel sind...) 

Da ich schon damals nichts wegwerfen
wollte, bloß weil da ein Grasfleck, Spuren von Karottenbrei oder was auch immer drauf waren,
wurde aus der hellblauen Hose eine dunkelblaue, aus dem weißen Shirt ein schokobraunes
etc. Auch Gardinen und manche eigene Klamotten habe ich zuweilen gefärbt. In den letzten
Jahren ergab es sich allerdings nicht so oft, dass ich etwas zu färben hatte, also machte ich 
diesbezüglich eine "Pause".




Als ich mich dank Elas Vorjahresaktion "Schrankmonster" und in Vorbereitung meiner
"Namibia-Urlaubs-Capsule zum Weggeben" mit ein paar selten getragenen Kleidungsstücken in
meinem Schrank zu beschäftigen begann, entschied ich bei einigen, dass ich sie vorläufig noch
behalten möchte, aber in einer anderen Farbe.

Ich weiß, es gibt Möglichkeiten, Stoffe mit Naturfarben zu färben - damit habe ich aber keinerlei
Erfahrung, und das Ganze klingt mir auch reichlich kompliziert bzw. es ist nicht gesichert, dass das
Ergebnis auch nur annähernd meinen Vorstellungen entspricht. (Ich lasse mich jedoch gern durch
euch vom Gegenteil überzeugen.)

Jedenfalls griff ich bei meiner Färbeaktion auf jene Farben zurück, die ich schon von früher kenne.
Es gibt sie in Drogeriemärkten zu kaufen und man kann mit ihnen Wäschestücke aus Baumwolle
ganz einfach in der Waschmaschine umfärben. Und damit zu färben ist auf alle Fälle weniger
umweltbelastend, als etwas Neues zu kaufen. *)

*) Wenn ihr euch HIER zum Punkt "Umwelt und Gesundheit - Ist Färben umweltverträglich?" scrollt, werdet ihr erfahren, 
dass die Umweltbelastung für neue Textilien um ein vielfaches höher ist, da der Stoff für das neue Textil erstmal hergestellt 
werden muss. Und neue Textilien bekommen zunächst ja auch oft noch eine Färbung. In der Waschmaschine zu Färben ist 
also eine Form von Recycling - ein altes Kleidungsstück wird neu belebt.





In den vorigen beiden Collagen und in der folgenden seht ihr die Kleidungsstücke, die ich
gefärbt habe. Leider habe ich auf "Vorher-Fotos" vergessen. Aber die Haremshose (1. Coll.),
die jetzt weinrot ist, war vorher beige, ihr kennt sie u.a. von HIER. Der Minirock mit dem
hübschen Spitzenmuster war ebenfalls beige, ihr kennt ihn von HIER. Kurz: Die meisten der
Klamotten waren beige, weiß oder pastellrosa, ein weißes Shirt, das ihr von HIER (unten) kennt
 hatte einen hartnäckigen Rostfleck. Dieses Shirt ist jetzt dunkelbraun - und der Fleck unsichtbar
geworden ;-)

Grundsätzlich bin ich mit dem Färbeergebnis sehr zufrieden. Dass manche Nähte nicht gefärbt
werden, weiß ich schon von früher, den Effekt finde ich ganz witzig. Die dritte von mir gewählte
Farbe - außer weinrot und dunkelbraun - ist Navy-blue. Damit färbte ich - tatsächlich erfolgreich -
eine Jacke, die ursprünglich irgendwas zwischen anthrazit und blaugrau war, also ziemlich dunkel.
Ich war mir nicht sicher, ob man von dem Blau überhaupt etwas sehen wird, aber man sieht es gut.
Ich mochte die ursprüngliche Farbe nicht besonders, weil sie meiner Meinung nach zu nichts so 
richtig passte. Jetzt passt sie z.B. viel eindeutiger zu allem, was blau ist. 😉





Mein zweites Färbestück in Richtung marineblau waren zartrosa Jeans, die ich mir in einer Phase
gekauft hatte, in der ich glaubte, auch Frau Rostrose würde ab und zu Pastellfarben brauchen. In
DIESEM Post könnt ihr mich darin sehen, wenn ihr bis zum Laxenburg-Spaziergang scrollt. Richtig
wohl gefühlt habe ich mich in der Hose nie, und inzwischen weiß ich, für Pastelliges bin ich nicht
wirklich geschaffen 😉... 

Bei der Hose ging allerdings etwas schief - bzw. es entstand ein Effekt,
den ich so nicht beabsichtigt habe, mit dem ich aber leben kann: Ihr seht es auf den oberen Fotos -
eine Stelle am Oberschenkel ist lichter als der Rest des Stoffes. Dort habe ich den Stoff vor dem
Färben offenbar nicht ausreichend nass gemacht / eingeweicht und er bekam dann in der Wasch-
maschine wohl auch zu wenig Wasser ab, weshalb die Farbe hier nicht so gut gegriffen hat. Da
es bei Jeans aber sowieso "ausgewaschene Effekte" gibt, nicht weiter schlimm.

Tragefotos von mir in den selbstgefärbten Stücken gab es schon in meinem vorigen Posting
(über den Wiener Naschmarkt - die Jeans und die Jacke, beide in marineblau), weitere Tragefotos
wird es so nach und nach geben.



Bei den Fotos hier unten geht es um die Stiefletten:




Wir sind also bei Punkt 3 - Stiefel bemalen:

In DIESEM Post von Februar 2016 erzählte ich euch, dass ich ein paar selten getragener
schwarzer Stiefletten kurzerhand mit Acrylfarben in rote Stiefletten verwandelt habe. Nach
einem Jahr Tragen bei Wind und Wetter sahen sie schon reichlich "Vintage" aus, aber mich
störte das nicht - für mich ist das Experiment gelungen. Inzwischen habe ich eine weitere
Schicht roter Farbe darüber gepinselt, und auf diese Weise werden die Stiefel und ich wohl
durchs heurige Jahr kommen.




Und weil in meinen Augen farblich auf ein Outfit abgestimmte Schuhe oder Stiefel einen tollen
Effekt ergeben, beschloss ich, ein weiteres altes schwarzes Stieflettenpaar in blau umzuwandeln.
Hier unten seht ihr sie mit zwei Farbschichten, letztendlich musste ich noch eine dritte Schicht
auftragen. Über der Acrylfarbe ist übrigens sowohl bei den roten als auch bei den blauen Stiefeln
noch eine Schicht farbloser Acryllack.

Wie ich auch schon im Zusammenhang mit den roten Stiefeln geschrieben habe, ist es für mich
nicht wichtig, ob die Farbe "ewig" hält. Sie hält eine Zeitlang, und dann kann ich mich entscheiden,
ob ich nochmal mit derselben Fabe drüberpinseln möchte oder mit einer anderen oder ob ich z.B.
als nächstes eine Verschönerung in Serviettentechnik angehe wie bei DIESEN Schuhen. So kann
ich immer wieder neue, originelle Schuhe haben, ohne neue kaufen zu müssen. Und eines Tages,
wenn schuhtechnisch nichts mehr geht, erhebe ich sie zum Kunstobjekt, stelle ein
Gurkenglas hinein und mache sie zur Vase! 😉




Meinen heutigen Beitrag schicke ich zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben.
und außerdem zu fix it !



Und nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Themen, die die Welt ein
Stückerl besser machen: Am Ende dieses Posts könnt ihr eure eigenen Beiträge wie üblich bei ANL 
verlinken. Jede Menge Anregungen dazu findet ihr HIER - und zu den Spielregeln in Kurzform 
kommt ihr HIER. *)

*) Wenn ihr auf diese Links klickt, bekommt ihr übrigens auch eine Anleitung, wie das mit dem 
Linkup genau funktioniert (für alle, die es bisher nicht versucht oder geschafft haben). 

Habt keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen - erzählt oder zeigt uns bitte 
jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz macht bzw. die zu den Begriffen 
Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt. Denkt daran: Jede gute Idee kann 
ansteckend wirken!


Ich hoffe, das Muttertagswochenende habt ihr gut und ganz nach eurer Façon verbracht (so
wie ich ebenfalls 😉😊😎)!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude

HIER GEHT'S ZUM LINKUP:

Mittwoch, 10. Mai 2017

Der Naschmarkt in Wien, ein Kaffeehaus namens Vollpension und eine kleine Geburtstagsfeier

Servus ihr lieben treuen und neuen LeserInnen, ...



... so, jetzt bin ich wieder ZURÜCK. Also jedenfalls wenn alles nach Plan verlaufen ist 😉. Dieses
Posting ist nämlich - wie die meisten der letzten Zeit - ein vorprogrammiertes. Und da ich nicht
so weit in die Zukunft blicken kann, gibt es natürlich auch keine 100-prozentige Sicherheit, dass
ich WIRKLICH wieder zu Hause bin. Aber ich setze das jetzt einfach mal voraus!



Wo war ich denn? Während im
Rostrose-Blog das ANL-Kapitel "Wäsche Waschen mit Efeu" sowie die letzten drei Kapitel
meines Reiseberichts erschienen -



- befand ich mich weit weg von meinem PC. Deshalb gab es auch nur so wenige
Lebenszeichen von mir. Aber wie ich schon in meinem vorangegangenen Blogbeitrag geschrieben
habe, waren wir NICHT auf Reisen. Stattdessen versuchten wir, unsere Körper endlich wieder
auf Vordermann (oder auf Vorderfrau) zu bringen, sprich wir waren drei Wochen lang auf Kur.
Ja, wirklich ENDLICH WIEDER! (Die letzten Kuraufenthalte waren 2010 und 2013.)






A short English summary of this post:
During the past three weeks I was on health cure.  
Therefore I could not leave you any comments; my blogposts were pre-programmed.  
Today I would like to show you photos, which were photographed before the cure. Firstly,
I met with my girlfriend Brigitte in a nostalgic coffee house in Vienna. Then we strolled 
over the beautiful and famous Viennese Naschmarkt. Secondly, we celebrated the birthday 
of my daughter and her father (my ex-partner) in the circle of the family.
Hugs, Traude 

 
 

Mehr zu diesem Thema ein andermal, heute möchte ich euch Fotos zeigen, die noch vor unserem
Kuraufenthalt entstanden sind. Der Großteil der Collagen stammt von einem sonnigen Tag, an dem
ich mich mit meiner langjährigen Freundin Brigitte traf - und zwar in einem Lokal, das nicht weit
vom Wiener Karlsplatz entfernt liegt. In der unteren Collage seht ihr ein Stück der Karlskirche und
Details der schönen, zum Glück gut erhaltenen Jugendstil-U-Bahn-Pavillons des Architekten Otto
Wagner:




Wenn man von dort in Richtung Schleifmühlgasse geht, kommt man zur Vollpension
jenem Kaffeehaus, das Brigitte als Frühstücks-Treffpunkt vorgeschlagen hatte. Die Idee dieses mit 
viel Nostalgie und herzerfrischenden Details eingerichteten Lokals ist einerseits, dass die besten 
Torten und Gugelhupfe nicht von Profis, sondern von der Oma oder der Tante zubereitet werden, 
und andererseits, dass es viele Omas und Tanten (und auch ein paar Opas und Onkels) gibt, die in
 der Großstadt vereinsamen und den Kontakt zu anderen Generationen verlieren. Und so wurde dieses
 Generationen-verbindende Kaffehaus als Treffpunkt für Jung und Alt gegründet. Die Mehlspeisen 
werden hier von den "Omas" zubereitet. 




Man kann dort jedoch auch Herzhaftes konsumieren. Ein dreistöckiges "Erbschleicher-Frühstück"
 für zwei Personen (gibt's nur an Wochenenden) wäre uns deutlich zu viel gewesen, uns war mehr
nach einem der "kleineren" Frühstücksteller, die es dort gibt. Die Fotos mit dem noch relativ leeren 
Lokal entstanden übrigens kurz nach unserer Ankunft - innerhalb einer halben Stunde war es bis
auf den letzten Platz besetzt. Das Konzept funktioniert also, und auch wir haben uns dort wohl
gefühlt und gut geschmaust.


Besonders witzig fand ich das alte BRAVO-Heft am Zeitungsständer - mit Fritz Wepper am Titelbild ;-)

Oben habt ihr schon einen kleinen Blick auf mein Outfit dieses Tages erhalten, unten bekommt
ihr es ganz zu sehen. Von den hier gezeigten Kleidungsstücken ist kein einziges Stück neu, aber
zwei davon - die marineblaue Jacke und die dazu passenden Jeans - haben eine neue Farbe
bekommen. Darüber werde ich euch in meinem folgenden ANL-Beitrag (ab 15.5.) mehr erzählen.
 Für den Naschmarktbummel waren die langen Ärmel und die Jacke dank des Schönwetters
dann aber zu viel des Guten...




Der Name der Gasse, in der sich das Lokal Vollpension befindet, erinnert an eine von einem
Wienflussarm betriebene Mühle, die ab dem Jahr 1417 durch Urkunden nachweisbar ist. Sie war
 anfangs zum Mehlmahlen bestimmt und wurde von einem späteren Besitzer, dem sie ab 1570
gehörte, zu einer Waffen-, Schleif- und Poliermühle ausgebaut, die große kriegswirtschaftliche
Bedeutung hatte. Auch das wunderschöne Haus Nummer 21 - erbaut 1894 - trägt den Namen
"Zur alten Schleifmühle".




Gleich daneben, auf Nummer 23, ein ebenfalls bemerkenswertes Gebäude mit der Aufschrift
"Erster Wiener Turnverein". (Hier wird übrigens tatsächlich noch geturnt.) Und auch ein sehr
interessanter Laden - eine Symbiose aus Buchladen, Konditorei und Hobbybäcker-Deko-Bedarf -
befindet sich an dieser Adresse: Planet Buch / Mimi Mandl. Hier deckte sich meine Freundin
Brigitte unter anderem mit Nougat-Eiern und originellen Ausstechformen ein 😉




Gleich "ums Eck", nämlich auf der Wienzeile, gibt es ebenfalls jede Menge Architektur
zu bestaunen, die außergewöhnlich, beachtenswert und hervorragend renoviert ist. Diese
Häuser hier habe ich allesamt auf der Höhe des Wiener Naschmarktes fotografiert:




Und auch der Naschmarkt, der sich direkt über dem überbauten, regulierten Wienfluss befindet,
 ist ein schönes Stück vom "alten Wien" - selbst wenn manch ein (leider hässliches) Graffito das
Gegenteil suggeriert. Obgleich diese Schmierereien eine Erfindung der neueren Zeit sind - die
Marktpavillons sind es nicht, sie wurden bereits zwischen 1910 und 1916 errichtet und blicken
 somit auf eine lange Geschichte zurück. Und auch vor dieser Zeit gab es den "Naschmarkt"
bereits - an unterschiedlichen Standorten.





Schon im Jahr 1774
wurde in der Umgebung des Wienflusses ein Kleinmarkt urkundlich erwähnt, an dem hauptsächlich
mit Milch gehandelt wurde. Und mit Milch könnte auch der Name des Marktes zusammenhängen -
denn die frühere Namensform "Aschenmarkt" leitet sich möglicherweise vom Begriff "Asch" für
einen hölzernen Milcheimer ab. Es gibt diesbezüglich jedoch mehrere Theorien - eventuell leitet
sich der Name auch von einem Aschen- und Müllplatz ab, der sich einst an einem der früheren
Standorte befunden hatte. Ab 1820 wurde jedenfalls die verballhornte Namensform "Naschmarkt"
nachweislich verwendet, und im Jahr 1905 wurde der heutige Name offiziell eingetragen. (HIER
gibt's noch mehr zur Geschichte des Naschmarktes zu lesen.)




Feilgeboten werden hier vor allem Obst, Gemüse, Blumen, aber auch Käse, Weine, Fleisch- und
Wurstwaren, Stoffe, Dekorationsartikel ... In jedem Fall haftet dem Markt noch immer eine Prise
Exotik an, denn hier erhält man Früchte, die man nicht unbedingt überall bekommt. Als ich noch um
ein paar Jährchen jünger war, hieß es stets: "Wenn man etwas nirgends bekommt, bekommt man's
wahrscheinlich am Naschmarkt" - und dabei ging es dann um Zitronengras, Granatäpfel, Spargel
außerhalb der hiesigen Spargelsaison etc. Heutzutage werden solche Waren auch in "gut sortierten"
Supermärkten angeboten, aber das war nicht immer so. (Und ich bin davon überzeugt, dass es besser
war, als es solche Waren noch nicht überall oder immer gab. Es verführt die Menschen zu sehr
Dinge zu kaufen, die von weit her gekarrt wurden. Ich selber versuche mittlerweile sowieso
mehr denn je, möglichst saisonal und regional einzukaufen...)






Was nicht bedeutet, dass ich völlig immun bin gegen den Reiz der Exotik. Dem Händler
links oben kauften Brigitte und ich nämlich zwei verschiedene Sorten kandierter oder getrockneter
Hibiskusblüten ab. Theoretisch kann man die in ein Glas Champagner oder Sekt geben, wo sie dann
"erblühen", aber man kann sie auch einfach so als Süßigkeit naschen. Ich habe mir also in letzter Zeit
bei "Süß-Guster" ab und zu solch eine Blüte gegönnt.




Im übrigen haben wir uns aber damit begnügt, bei einem der Stände einen Radler zu trinken und
sonst nur zu schauen und zu genießen. Und ich habe endlich das getan, was ich mir schon vor Jahren 
vorgenommen hatte - einmal mit der Kamera durch den Naschmarkt zu ziehen und Eindrücke 
einzufangen. Ich hoffe, es hat euch Freude und Interesse bereitet, mit uns mitzubummeln!






Als Draufgabe bekommt ihr jetzt noch Fotos von einer kleinen Doppel-Geburtstagsfeier zu
sehen, die ebenfalls schon vor unserer Kur stattfand. Meine Tochter ist im Sternzeichen der
Fische geboren und ihr Vater - mein Ex-Partner Wolfgang - ist Widder. Im Familienkreis werden
diese beiden Ehrentage seit Jahren gemeinsam begangen.




Zuerst waren wir wieder in einem Restaurant köstlich schmausen, dann fuhren wir weiter
ins Haus von Wolfgangs Eltern. Ihr seht unten im Uhrzeigersinn Opa Georg und Oma Marianne,
meinen Spinatstrudel, Marianne-Oma und das Geburtstagskind Wolfgang sowie einen Zander,
der von Opa Georg verspeist wurde.




Und unten seht ihr dann das zweite Geburtstagskind - Jana - das sich an diesem Tag mal wieder
nicht gar so gerne fotografieren lassen wollte. (Naja, es geht ihr ein bissl auf die Nerven, dass wir
immer alles fotografisch dokumentieren müssen...😉) Nur bei diesem einen Foto hier unten links
hat sie sich nicht von der Kamera weggedreht, aber der pseudo-duldsame Blick sagt wohl alles.
Und Mami tätschelt ihr beruhigend das Handerl: "Schau, da musst du jetzt durch, die Omi freut
sich doch über schöne Fotos von dir!" 😉😊😜




Jana hatte für ihren Papa eine Torte
 mit spezieller Karamellglasur und bunter Zuckerverzierung gebacken - dafür war im Teig dann
weniger Zucker enthalten. Damit wir nicht verhungern, sorgte die Oma noch für ein paar zusätzliche
Torten aus einer Konditorei in der Umgebung. Aber Edi und ich wollten ja nicht mit schnell noch
raufgefutterten Fettröllchen in der Kuranstalt ankommen (sonst setzen die einen dort auf Diät!),
deshalb hielten wir uns tortenmäßig (weitgehend) zurück.

Während der vergangenen beiden Kuraufenthalte (2010 und 2013) haben wir immer ein bisschen
abgenommen, so ungefähr 3 Kilos, obwohl wir dort wirklich reichlich und gut zu essen bekamen.
Aber tägliches (freiwilliges) Schwimmen, Kraftkammer, Sauna, Wandern, verordnetes und
freiwilliges Nordic Walking zusätzlich zu den Heilbehandlungen und zur Heilgymnastik wirken
sich eben positiv aus. Ich bin neugierig, ob mir das also auch heuer gelingt. Wenn ihr dies
lest, weiß ich es ja bereits, aber jetzt, wo ich dies schreibe, habe ich noch keine Ahnung, was
sich so alles ergibt... 😉





Wir können's ja demnächst mal vergleichen - so wie hier oben habe ich kurz vor der Kur ausgesehen;
den dunkelgrün-schwarz-weiß gemusterten Des*gual-Rock samt Bio-Baumwoll-Spitzen-Unterrock,
schwarzem Shirt und weißem Baumwoll-Spitzengilet trug ich am Tag der Family-Geburtstagsfeier.

Nachdem das Rockmuster stilisierte Blütenknospen zeigt, passt es gut zur
Challenge der Modischen Matronen - Buds and Blooms. Hier geht's zu den tollen Blogs der
"Mode-Matronen" Tina, Beate und Natalia! 

Das heutige Posting verlinke ich auch noch bei Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. bei 




Und nun verabschiede ich mich für heute von euch und werde versuchen, so nach und nach
meine versäumten Blogrunden der letzten Zeit nachzuholen. Herzlichen Dank an alle, die mir trotz
meiner "Funkstille" die Treue gehalten haben! Der Namibia-Kapstadt-Reisebericht ist nun zu
Ende - und inzwischen habe ich auch alle noch fehlenden Links auf dieser Seite eingefügt. Das
heißt, ihr könnt euch ab sofort von Anfang bis zum Ende durch unsere Reise durchklicken.

(Den Link zum Namibia-Reisebericht und zu anderen Reisen
findet ihr auch unter meinem Header!)


Mein nächstes Posting wird der (ebenfalls vorprogrammierte) zweite Teil meines "geteilten" ANL-
Beitrags sein - in Teil 1 ging's ja um die wunderbare Möglichkeit, mit Efeu Wäsche zu waschen! 
Ich hoffe, ihr seid dann abermals mit zahlreichen Beiträgen zu den Themen Achtsamtkeit,
Nachhaltigkeit und Lebensqualität dabei! Bis dahin ALLES LIEBE! 

(Und danach soll dann endlich ein Posting über unsere Kur kommen...)




Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude

Freitag, 5. Mai 2017

Kapstadt Teil 3 - Südafrika Museum, Company's Garden und Castle of Good Hope

Welkom, ihr Lieben ...
∗✿≫≪✿∗


... zum letzten Teil meines Reiseberichtes Namibia - Kapstadt 2016! Freut mich sehr, dass
euch auch die vorangegangenen beiden Kapstadt-Kapitel gut gefallen haben! Falls ihr sie
(z.B. wegen meiner langen "Funkstille" *)) noch nicht gesehen habt - hier geht es:
*) Ein bisserl bin ich ja schon wieder in Bloggetonien unterwegs, doch euch alle konnte ich noch nicht besuchen. Aber auf 
jeden Fall keine Sorge - auch wenn der Grund meiner Funkstille nichts mit einer Reise zu tun hatte, war es etwas Angenehmes.)

∗✿≫≪✿∗

An unserem dritten Tag 
in Kapstadt waren wir auf "kulturellen" Pfaden unterwegs - im Iziko South African Museum 
(Südafrika Museum - trotz Schönwetters!), in The Company's Garden (Stadtpark - wegen 
Schönwetters und weil der Park sehenswert ist), in der St. Georges Kathedral (nur kurz) und
 im Castle of Good Hope (dort aber hauptsächlich im Außenbereich).

A short English summary of this post:
On our third day in Cape Town we went to the South African Museum (in spite of beautiful weather!), 
to The Company's Garden (due beautiful weather and because the park is worth seeing), to the 
St. Georges Cathedral (only briefly) and the Castle of Good Hope (but mainly outside).
Hugs, Traude




Aber zunächst einmal hieß es Abschied nehmen von unserer schönen Unterkunft, dem 
Cape Cadogan Boutique Hotel. In der unteren Collage könnt ihr noch einen Blick in die dortige 
Lobby werfen, und außerdem seht ihr zwei Teile meiner "Urlaubs-Capsule-Wardrobe zum
Weggeben" - den schwarz-rosa geblümten Rock und die hellgraue Kimonojacke: Dies waren die
beiden letzten Kleidungsstücke, von denen ich mich während unserer Afrika-Reise getrennt habe.

(Sorry, liebe Nadine, ich weiß, dass du den Rock an mir mochtest - aber mich hat er wegen 
seines Materials ["Erdöl"] nicht so sehr begeistert und ich besaß ihn ja schon ziemlich lange,
habe ihn "aufgetragen" und mich daran satt gesehen. Und nun denke bzw. hoffe ich, dass das 
südafrikanische Zimmermädchen, das den Rock auf unserem Bett vorfand, etwas damit und 
mit der Jacke anfangen kann!)




Nach dem Hotel-Check-Out machten wir uns wieder auf zur Hop-on Hop-off-Station in der 
Long Street. (Das Gepäck blieb währenddessen noch im Hotel zurück.) Unterwegs "sammelte" 
ich mit meiner Kamera einige künstlerische Details ein. Ihr wisst ja vielleicht, dass ich 
Fliesenmosaike á la Hundertwasser, Antoni Gaudi oder Niki de Saint Phalle liebe; außerdem
mag ich witzig bemalte oder hübsch verzierte Häuser und lustige Figuren - und in dieser 
Hinsicht bietet sich in Kapstadt wirklich einiges an:




 Beim Iziko South African Museum stiegen wir aus unserem Bus aus und knipsten zunächst 
ein paar Fotos des beeindruckenden Gebäudes aus dem Jahr 1825 vom Company's Garden aus. 
(Es handelt sich dabei um das älteste Museum Südafrikas.)




Man könnte hier vermutlich den ganzen Tag lang unterwegs sein, denn es sind mehrere 
Abteilungen in dem Museum untergebracht, z.B. für Naturgeschichte (Zoologie, Paläontologie) 
und Archäologie. In der anthropologischen Abteilung werden weiters Elemente aus den Kulturen 
der verschiedenen südafrikanischen Stämme gezeigt. Außerdem befinden sich in dem Museum 
neben geologischen Funden Sammlungen von südafrikanischen Möbeln und von Silber sowie eine 
 Ausstellung zum Thema „World of Water“. In einem „Discovery Room“ erhalten Kinder die 
Möglichkeit, die Flora und Fauna Südafrikas zu erforschen. In einem Nebengebäude ist ein 
Planetarium untergebracht. 




Ganz besonders berührte mich bei diesem Museumsbesuch die Geschichte des Quagga
Möglicherweise werden einige von euch diese ausgestorbene, weniger stark gestreifte Zebra-Art 
kennen, denn in einigen Museen Deutschlands und auch im Naturhistorischen Museum in Wien 
kann man sich Exponate der letzten noch erhaltenen ausgestopften Quaggas ansehen. Zu 
Lebzeiten fotografiert wurde nur ein einziges Quagga, das bis 1872 im Londoner Zoo lebte; das 
Foto seht ihr oben.

Das Quagga wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Menschen ausgerottet.

Bei Wikipedia heißt es dazu:  
"Das letzte wilde Quagga wurde schätzungsweise in den späten 1870ern geschossen, nach der 
Dürre von 1877, der letzte kleinere Populationen zum Opfer fielen, galt das wildlebende Quagga 
als ausgestorben. Das letzte Tier in Gefangenschaft starb am 12. August 1883 im Artis-Zoo in 
Amsterdam." 

Und dieser traurigen Zukunft sehen nun also auch so wunderbare Tiere wie Leoparden, Orang Utans, 
Elefanten, Nashörner, Koalas, Walrösser, Eisbären, Geparden etc. entgegen, wenn wir es nicht noch 
rasch schaffen, das Ruder herumzureißen. (Was nur funktioniert, wenn wir uns dafür auch engagieren.)


Spannend fanden wir es auch, dass wir den Damen, die in dem Museum fürs Präparieren von Fossilien zuständig sind, 
bei ihrer Arbeit auf die Finger schauen und sie dabei fotografieren durften!
∗✿≫≪✿∗


Der schöne Stadtpark - Company's Garden
grenzt unmittelbar an das Südafrika Museum. Der Garten wurde bereits im Jahr 1652 angelegt - er 
war ursprünglich Bestandteil des berühmten Gemüsegartens von Jan van Riebeeck (= ein niederländischer 
Schiffsarzt und Kaufmann, der die Kapkolonie begründete). Dieser Obst- und Gemüsegarten diente 
anfangs zur Versorgung der Einwohner und der Seefahrer der East Indian Company. Es steht 
tatsächlich noch ein Birnbaum aus jener Zeit im Park - KLICK!




Hier trieben wir uns eine Zeitlang herum, erfreuten uns am warmen Sonnenschein (hatten 
diesmal auch einen Hut am Kopf 😉), der atemberaubenden Kulisse und den herrlichen Pflanzen -
immerhin würden wir bald wieder im novemberlichen Österreich sein ... und dort würden keine
Rosen duften, keine Bienen summen, keine Seerosen blühen, keine Eichhörnchen umherflitzen ...
Also: genießen und aufsaugen!!!

  


Der monströse Baum oben rechts hat auch schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Hier 
war mir aber zu viel Andrang für eine Baum-Umarmung, stattdessen fotografierte ich die Gruppe,
die sich unter dem Baumriesen versammelte, um zu zeigen, WIE mächtig er ist! 

In der Collage oben und unten seht ihr außerdem eine Statue von Cecil John Rhodes, der zu seiner 
Zeit durch Diamanten- und Goldgeschäfte zu einem der reichsten Männer der Welt geworden war.
In meinem vorigen Kapstadt-Kapitel erzählte ich euch, dass der ehemalige Premierminister Rhodes 
das Gelände, auf dem später der Botanische Garten entstand, nach seinem Tod dem Staat überlassen 
hat. Das war auf jeden Fall eine gute Sache! Sonst ist uns der Name Rhodes vor allem als Bestandteil
des Landesnamens Rhodesien (heute Simbabwe) bekannt, denn unter anderem erwarb Cecil Rhodes
 - der die Briten als „erste Rasse der Welt“ betrachtete - für das Britische Weltreich Kolonien. Die
Tauben im Park hielten möglicherweise nicht sehr viel von Rodes' Aktivitäten zu Lebzeiten, sie
kackten ihm nämlich auf den Kopf ... 😜

 


Das schöne Kuppeldach-Gebäude (unten) ist ein Teil der National Library of South Africa - das
"Centre for the Book". Ganz allgemein befinden sich rund um The Company's Garden einige
besonders schöne und interessante Bauwerke.



 Interessant ist es unserer Meinung nach auch, dass die Krypta der St. George's Cathedral als 
Jazz Restaurant genützt wird (THE CRYPT - siehe Tafel auf der oberen Collage rechts). 

Die St. George's Cathedral selbst ist für ihre Rolle im Widerstand gegen die Apartheid als
"Kathedrale des Volkes" bekannt; sie ist die älteste Kathedrale im südlichen Afrika, und wir
statteten ihr einen kurzen Besuch ab:




Unser nächstes Ziel war das Castle of Good Hope
dort zog es vor allem mich hin, da Abdul, unser Guide vom Vortag, erzählt hatte, dass dort ein 
Kral der Khoisan nachgebaut worden sei: Ihr erinnert euch vielleicht, die Khoisan oder San hätte 
ich in der Kalahari so gern kennengelernt, aber daraus wurde nichts. Laut Abdul war bei diesem
Kral zumindest fallweise auch jemand von den San anwesend (die ja nicht nur in Namibia, sondern
auch in Südafrika leben), also wollte ich unbedingt sehen, ob mir das Glück diesmal etwas mehr 
hold war. Die Hoffnung stirbt ja angeblich zuletzt. (Aber sie stirbt ...)

Nun, man kann nicht alles haben. Wir sahen den Kral - und dann sahen wir uns auch noch den
 Rest der „Burg der guten Hoffnung“ an.




Hier wurde zum Teil gerade renoviert, das heißt, man hatte nicht überall Zutritt, doch die
Bereiche, die bereits "frisch gestrichen" waren, sahen ziemlich gut aus für einen Gebäudekomplex,
der schon in den Jahren 1666 bis 1679 errichtet worden war. (Es handelt sich bei der Burg somit um
das älteste von Europäern entworfene, im Original erhaltene Gebäude Südafrikas.) Beim Umher-
schlendern entdeckten wir durchaus mehrere Fotomotive - und auch mal wieder eine dieser 
hübschen braunen Gänse.
 



Eine der Ausstellungen war trotz des Umbaus zu besichtigen und das taten wir dann auch:




Und danach ging es wieder zurück zum Hop-on Hop-off-Bus ...

... und durch die Long Street zu unserem Hotel, wo wir unser Gepäck abholten und uns in Richtung
Flughafen bringen ließen: Unsere wunderbare Zeit in Afrika war vorüber. Wir haben längst nicht
alles gesehen, was wir sehen wollten oder sehen hätten können - wir müssen also unbedingt
wiederkommen.


 Es waren Tage, angefüllt mit Eindrücken, die uns bestimmt noch lange begleiten werden.
Jetzt, da ich meinen Blog-Reisebericht fertig geschrieben habe, werde ich auch wieder ein Fotobuch
 gestalten (oder erfahrungsgemäß wohl eher zwei Fotobücher, beide mit je 240 Seiten) ... Auf diese
Weise haben wir dann reichlich Grundlage, um uns immer wieder hineinzuversetzen, zurück-
zublättern in diese unvergessliche Reise, an diese traumhaften Orte ... bis wir abermals in den
Flieger nach Südafrika bzw. nach Namibia steigen werden ...





Wenn euch danach ist, könnt übrigens auch ihr immer wieder in meinem Reisebericht 
herumblättern und euch mit einem schlichten Mausklick zu den einzelnen Orten versetzen:
Der Namibia-Kapstadt-Reisebericht ist unterhalb meines Headers verlinkt! 

Noch funktionieren zwar nicht alle Links zu den jeweiligen Reise-Kapiteln, weil ich in den 
vergangenen drei Wochen nicht dazu gekommen bin, an meinen Blogbeiträgen zu arbeiten,
aber demnächst klappt das wieder. Und bald werde ich auch meine zuletzt versäumten Besuche
 bei euch nachholen können - und euch erzählen, was der Grund für meine Abwesenheit war...

(Nein, es war keine Reise...)


∗✿≫≪✿∗
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Bis dann also und alles Liebe von eurer 
Traude
∗✿≫≪✿∗



Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes (wird regelmäßig aktualisiert):
Einleitung - Out of Africa
Namibia Teil 2 - Kalahari-Sundowner
Namibia Teil 3 - Von der Kalahari in die Namib  
Namibia Teil 4 - Die Dünen beim Sossusvlei und Deadvlei
Namibia Teil 5 - Solitaire und Swakopmund