Donnerstag, 30. März 2017

Namibia Teil 13 - Endspurt mit Geparden

Moro Moro, ihr Lieben, ...


... heute gibt's hier einen "namibischen Endspurt", denn ich werde euch in diesem Kapitel
meines Reiseberichts von unseren letzten beiden Tagen im schönen Wüstenland im Südwesten
Afrikas erzählen. (Aber Achtung - mein Reisebericht ist danach noch nicht vorbei! 😎)


A short English summary of this post:
Today I'll tell you about our last two days in Namibia. Our next destination was the Frans Indongo 
Lodge near Otjiwarongo. There we made a small hike and discovered an antelope skull in the middle 
of the path! The next day, we visited the Cheetah Conservation Fund, where wounded or orphaned 
cheetahs are kept well-groomed, raised and (if possible) released back into the wilderness. If this is 
not possible, the animals are allowed to spend their lives in the CCF. We visited there for example six 
older cheetah ladies who have not been released. In addition, herd protection dogs - Kangals - are 
bred and trained in the CCF. This program successfully prevents farmers from shooting cheetahs to 
protect their herds. After this visit we returned to Windhoek to the airport. From there we flew to 
Cape Town - to be continued!
Hugs, Traude




Der vorletzte Tag begann - nach einer angenehm verbrachten Nacht im "Luxuszelt" - mit einem
feinen Frühstück auf der Terrasse des Haupthauses, wo wir auch wieder die Gelegenheit bekamen, 
umherlaufende Tiere zu beobachten - z.B. dieses süße Hörnchen und die Zwergantilope. Und auch
die Serviettenhalter am Frühstückstisch stellten diverse afrikanische Tiere dar. In der Collage seht
ihr zudem, was ich diesmal fürs Zimmermädchen da ließ - die olivgrüne Safarihose und ein Shirt,
in dem ich immer irgendwie schwanger ausgesehen hatte 😉




Die Fahrt von der Mushara Lodge zu unserem nächsten Ziel - Otjiwarongo -
führte uns einmal mehr über Asphaltstraßen und Sandpisten, über Hügel und durch Flachland.
An manchen Orten dürfte es geregnet haben; Otjiwarongo liegt in einem verhältnismäßig
fruchtbaren Gebiet, in dem z.B. Gemüse besser gedeiht als im Rest des Landes. Und wenn das 
Land auch an den meisten Orten sehr sauber auf uns wirkte, ist dies vermutlich vor allem der 
geringen Bevölkerungsdichte zuzuschreiben. Denn überall dort, wo es slum-artige Siedlungen 
mit den typischen Wellblechhütten gab, sammelte sich im Umkreis von etwa einem Kilometer 
auch der Dreck - vor allem herumliegendes und umherfliegendes Plastik (siehe obere Collage,
ganz oben).


 Die Frans Indongo Lodge war allerdings blitzsauber und die Anlage sowie unser Appartment
bzw. unsere Hütte sehr hübsch und geräumig - hier gab es sogar ein Wohn- und ein Schlafzimmer
und ein sehr großes Bad - mit Wanne!

 


Der üppig-grüne Garten lud gleich zu einem Outfit-Shooting ein. Wie ihr seht, hatte es an 
diesem Tag durch die kimonoartig geschnittene Jacke einen etwas japanischen Touch. Die Jacke 
trug ich vor allem wegen ihrer Farbe sehr selten, hellgrau ist einfach nicht "meins". Deshalb gab 
ich sie kurze Zeit später dann auch weg; wenige Monate nach dem Urlaub habe ich allerdings
einige meiner Kleidungsstücke erfolgreich umgefärbt (werde ich euch demnächst mal zeigen) -
und da bedauerte ich es dann ein bisschen, dass ich die Jacke nicht auch behalten und einfach
gefärbt habe, denn den Schnitt fand ich gut. Andererseits: Ich habe ja wirklich nicht zu wenig
Gewand, ich hoffe also, in Afrika wird mein Kimono gebraucht...


Ich weiß, das sieht so aus, als würde ich euch gleich die neuesten Selbstverteidigungskniffe zeigen und dabei
 wilde japanische Schlachtrufe ausstoßen. "Bonsai!" zum Beispiel! 😁

Ursprünglich hatten wir vorgehabt, schon an diesem Nachmittag dem Cheetah Conservation Fund 
einen Besuch abzustatten, um doch noch Geparden zu begegnen, aber der freundliche Gastgeber der
Lodge - der übrigens aus Dresden stammt (wo wir wenige Monate zuvor erst gewesen waren und
daher den "Sound" gleich erkannten 😉) - konnte uns nur für den folgenden Tag einen Termin dort
vereinbaren. Macht nichts, wir sind ja flexibel. Nachdem wir uns ein bisschen im Lodge-Gelände
umgesehen und die dazu gehörigen Tiere (vor allem diverse Antilopen und Warzenschweine)
beobachtet hatten, ...




...beschlossen wir - trotz der mal wieder recht hohen Temperaturen - einen Spaziergang auf einem
der ausgewiesenen Wanderwege dort zu unternehmen. Zum Glück hatten wir eine Flasche Wasser
mit - zwei Flaschen wären besser gewesen. In der nächsten und teilweise auch noch in der über-
nächsten Collage zeige ich euch, was es bei diesem Ausflug zu sehen gab: zum Beispiel übermanns-
hohe (oder überfrauhohe 😉) Termitenhügel, einige wenige grüne Bäume und viele blattlose Büsche,
endlos wirkende schattenlose Wege, einen Tausendfüßler, ... 




... und irgendwo mitten auf einem der Spazierwege im Nirgendwo ... fanden wir einen Schädel!
Wir verspürten beide eine Mischung aus Grusel-Schauer und Faszination, als wir den Totenkopf
der kleinen Antilope entdeckten. Und ich muss ehrlich zugeben, irgendwie hatte ich da schon für
einen Moment die Frage im Hinterkopf, ob das, was dieses Tier getötet hatte, vielleicht auch jetzt
noch in der Gegend herumschlich ... Für den Rest des Weges bemühten wir uns jedenfalls nicht
mehr, leise zu sein...😉




Als Belohnung nach dem schweißtreibenden Spaziergang genehmigten wir uns in unserer Lodge
je eine Portion Eiskaffee (und wurden dabei von einem neugierigen Vogel beäugt), dann gönnten
wir uns eine Zimmerpause und - weil wir schon eine so feine, große Wanne hatten - ein gemein-
sames Vollbad (schön dekadent, ich weiß, aber es war das einzige in Namibia und wir haben die
Wanne aus Wasserspargründen immerhin geteilt! 😌) Und dann ging's mit meinem indischen Schal /
Hüfttuch (Geschenk des netten Tuk-Tuk-Fahrers - KLICK) zum Abendessen.




Am nächsten Morgen legte ich das rückenfreie, farbenfrohe Shirt mit dem gewagten Ausschnitt 
und das braune brave Eventuell-Drunterzieh-Leibchen für die Zimmermädchen bereit, und dann
begaben wir uns in Richtung Cheetah Conservation Fund ... jenem Geparden-Zentrum, mit dem 
wir an diesem Vormittag einen Termin hatten ... Aber natürlich immer schön vorsichtig, denn ab 
und zu wollten ein paar Kudus oder andere Antilopen die Fahrbahn überqueren, und mit 
dem Rechts-und-Links-Schauen hatten sie es nicht so...




Wenn ihr Genaueres über die Geschichte des Cheetah Conservation Fund wissen wollt, könnt 
ihr entweder auf den Link oberhalb der vorigen Collage klicken (Wikipedia-Link), oder ihr klickt 
auf den in diesem Absatz, da kommt ihr zu einem Artikel der Gepardenwelt. Von mir gibt's hier
nur Kurz-Informationen. Und gleich mal was Wichtiges vorweg, für alle, die selbst dorthin 
aufbrechen wollen: Der Weg zum CCF ist weiter, als man angesichts der Landkarte denkt - unten
seht ihr die Sandpiste, die dort hinführt - und der Weg ist auch weiter, als das Navi behauptet. Ich
glaube, wir waren eine Dreiviertelstunde oder Stunde dorthin unterwegs. Aber wir fanden, dass
es sich lohnt. 

Ich hatte im Vorfeld einiges über den CCF gelesen, Positives und nicht ganz so Positives - dass 
man für sein Geld nicht genug geboten bekommt, dass man bei einer rasanten Fütterung aus einem 
Jeep heraus dabei sein kann, dass Geparden-Spaziergänge angeboten werden (so wie seinerzeit unser 
Wolfsspaziergang), dass man Geparden streicheln kann, dass es dort Geparden-Babies gibt, dass 
sich die Geparden vor den Besuchern verstecken und man kaum welche zu sehen bekommt, dass 
die Guides lustlos wären... Wie so oft, macht man sich am besten ein eigenes Bild.





Es gab tatsächlich mal einen Geparden dort, der sich streicheln ließ und mit dem man spazieren 
gehen konnte. Er hieß Chewbaaka und war laut Wikipedia der "Gepardenbotschafter" des CCF, 
sprich er war so zahm, dass er allen Menschen, die ihn kennenlernen durften, die Angst vor der 
"grausamen Bestie" nahm - aber Chewbaaka ist leider mittlerweile im Gepardenhimmel. Wir haben 
ihn nur in einem einleitenden Filmchen gesehen. (Der Film lief übrigens auch mehrmals im 
deutschen Fernsehen.)

Die rasanten Fütterungsaktionen aus dem Jeep finden offenbar noch statt, aber nur zu bestimmten
Tageszeiten und nicht an jedem Tag. Und ich denke, es werden auch nicht mehr alle Geparden auf
diese Weise gefüttert, denn manche der Tiere sind schon recht bejahrt. Wenn ihr diese wundervollen
Raubkatzen beim kraftvollen Spurt beobachten wollt, kann ich euch aber das Hochgeschwindigkeitsvideo
von dieser Wikipediaseite empfehlen (rechts im oberen Drittel). Ein wundervoller Anblick!





Fakt ist, der CCF ist in erster Linie nicht für Touristen da, sondern für Geparden! Hier werden
verletzte (zumeist von Farmern angeschossene) Geparden oder Jungtiere, deren Mütter getötet
wurden, hergebracht, verarztet, aufgepäppelt - und nach Möglichkeit wieder in die Wildnis entlassen.
Wenn dies nicht möglich ist, weil die Tiere zu jung waren, um jemals das Jagen von ihren Müttern
erlernt zu haben oder weil die Verletzungen ein Überleben in der Freiheit verhindern würden, dürfen
die Tiere für den Rest ihres Lebens in dem großen Areal der Organisation bleiben. Hier gibt es
außerdem Programme, die das sinnlose Abknallen von Geparden verhindern sollen - und es ist
schon viel Gutes in dieser Sache erreicht worden.

Dennoch sind die Besuche von Touristen wichtig für den CCF - zur Finanzierung der Projekte, 
der wissenschaftlichen Arbeit, der medizinischen Versorgung von Geparden und Hütehunden 
(zu den Hunden später mehr) - und auch, um die dort erhaltenen Informationen in die Welt hinaus
zu tragen. Und wir hatten durchaus den Eindruck, dass man sich um uns bemühte, obwohl wir
keine Geparden sind 😉




Unser Guide - Trevis - war freundlich und informativ 😊 und wirkte keineswegs lustlos auf uns.
Er fuhr mit uns zunächst in ein (sehr, sehr großes) Gehege, in dem sechs ältere "Damen" leben.
Sie heißen Solo, Polly, Rohinitalalla (wer auch immer sich so einen Namen ausdenkt 😉), Amani,
Sandy und Nina; die Namen stehen, wie ihr ein Stück weiter oben sehen könnt, auch am Tor. Sie
sind zwischen 11 und 16 Jahre alt und konnten, nachdem sie im CCF gesundgepflegt oder
großgezogen wurden, aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausgewildert werden. 




Wir hatten diesmal beide nur das "Alltags-Tele" auf unseren Kameras, das heißt, die Gepardinnen
waren uns bzw. unserem Jeep tatsächlich ungefähr so nah, wie es hier aussieht. Doch selbst wenn 
sie keine "Streicheltiere" sind, sind sie an Menschen gewöhnt und ungefährlich. (Aussteigen ist
natürlich trotzdem verboten.)

Leider ist es mir nicht gelungen, die eleganten Wildkatzen auseinander zu halten. Der einzige 
Name, den ich zuordnen kann, ist der von Nina, denn so heißt ja auch unsere schwarze Katze:
Nina liegt hier mit ihrer Schwester zusammen, sie ist die Gepardin, die etwas weiter hinten bzw.
rechts liegt.




In der Collage unten könnt ihr die Gepardendame Nina noch etwas näher sehen.
Ich finde ja, dass Geparden außerordentlich hübsche Gesichter haben mit ihren aufmerksamen,
aber dennoch sanften Augen, den kleinen Öhrchen und der typischen "Gesichtsmaske", die sie z.B.
von Leoparden leicht unterscheidbar macht. Übrigens, im Gegensatz zu Löwen haben Geparden
nicht erst im höheren Alter schwarze Nasen, sondern auch schon als Jungtiere. (Klickt den Link
bitte an, der Anblick der Kleinen ist umwerfend süß. Aus dem CCF kann ich euch nämlich keine
Baby-Fotos bieten - zum Zeitpunkt unseres Besuches waren keine Jungtiere dort. Und das ist ein
gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass es keine neuen Waisenkinder gab...)




Eine der Geparden-Ladies hat nur ein Auge.
In freier Wildbahn hätte sie mit diesem Handycap nicht überleben können, doch im CCF hat sie
ein stolzes Alter erreicht und bewegt sich ebenso geschmeidig und sicher durch ihr Revier wie ihre
Artgenossinnen.


 


Bei Geparden handelt es sich um diejenigen Raubkatzen,
welche die geringste Scheu vor Menschen haben und die sich daher relativ einfach zähmen und
dressieren lassen. Wie alles, hat auch dieses Ding zwei Seiten.

HIER könnt ihr z.B. die schöne Geschichte von Matto Barfuss lesen, der in der Serengeti viele
Wochen lang mit einer wilden Gepardenfamilie zusammengelebt hat. Das wäre nicht gelungen
ohne das an sich sanftmütige Wesen der Geparden, das weit weg von "Bestie" ist (auch wenn sie
natürlich hervorragende und gnadenlose Beutejäger sind. Sie müssen ja überleben und ihre Jungen
durchbringen)... Auf seiner Homepage habe ich übrigens gelesen, dass heuer im November die
Geschichte der Gepardin Maleika und ihrer Kinder ins deutschsprachige Kino kommen "und
dann die Welt erobern" wird. KLICK zur Film-Vorankündigung - und KLICK für alle modisch
Interessierten zum Malaika-Look (eine witzige Zusatz-Idee von M. Barfuss, um den Film und
somit die Geparden-Hilfe zu promoten.) Ich denke, den Film Malaika (Link zum Trailer) werde
ich mir im Herbst im Kino ansehen!


Oben links: George Stubbs - Gepard mit zwei Indischen Dienern und Hirsch, Detail, via; Oben rechts: Foto einer Dame in 
einem Pariser Restaurant 1930er-Jahre via; Unten: Fernand Khnopff - Die Kunst oder Die Liebkosungen, 1896, (übrigens 
eines meiner Lieblingsgemälde - schon immer faszinierte mich die Gepardin mit Frauenkopf)


Geparde wurden jedoch von Königen und anderen wohlhabenden Adeligen auch für die Jagd
abgerichtet, eine Zeitlang galt es unter den Reichen und Schönen als schick, anstelle eines Hundes
einen Geparden zu halten und an der Leine herumzuführen, in den Golfstaaten sind die edlen
und seltenen Raubkatzen leider auch heute noch beliebe Luxushaustiere. Doch Geparde sind
reine Savannen- und Steppentiere - Wildnis pur! - keine Haustiere, keine Jagdhunde, keine
schicken Anhängsel ...

Hier unten seht ihr noch einige jüngere männliche Tiere, in deren Areal uns Trevis ebenfalls
führte. Leider waren die Jungs zum Teil besser versteckt als die Geparden-Ladies, wir hatten
hier fotografisch wiedermal mit Sträuchern und sonstigem Geäst vor den Tieren zu kämpfen.




Die männlichen und weiblichen Tiere dürfen im CCF ab Geschlechtsreife nicht gemeinsam
gehalten werden, da es in Namibia verboten ist, Geparden zu züchten *). Diese gesetzliche Regelung
verstehe ich nicht wirklich, zumal es sich um Tiere handelt, die vom Aussterben bedroht sind.
(In Namibia leben noch etwa 3.000 Geparde. Das ist die größte verbliebene Population
weltweit. Mehr zum Schutz der Geparden unterhalb dieses Beitrags.)

*) In Südafrika scheint es diese Einschränkung nicht zu geben, jedenfalls kann man HIER von Riana van Nieuwenhuizen 
lesen, die im Jahr 2006 in Südafrika das Cheetah Experience gründete - mit ähnlichem Hintergrund wie ihn auch der 
Namibische CCF hat, also (Zitat): "... mit dem Ziel, verletzte in der Wildnis aufgegriffene Geparde zu pflegen und sie 
anschließend wieder in der Wildnis auszusetzen. Zudem züchtet Cheetah Experience auch Geparde."





Um den Mensch-Wildtier- Konflikt auf Dauer zu lösen, setzt der CCF unter anderem auch auf das
Herdenschutzhund-Programm - sprich auf die Zucht von Kangals (Türkische Herdenschutzhunde),
eine ganz besondere Hunderasse. Zitat: "Die Welpen wachsen mit Schaf- oder Ziegenherden auf, 
so dass sie sich an die Herde und nicht an Menschen binden. So nehmen die Hunde ihre Rolle als 
Beschützer „ihrer“ Herde an." Und weiter: "Ein gut trainierter, gesunder Kangal ist eine wertvolle 
Hilfe, um den Verlust von Herdentieren an Raubtiere zu verhindern. Unsere Kollegen kümmern 
sich deswegen zeitlebens um die Hunde und besuchen solche, die an Farmer abgegeben wurden. 
Mindestens einmal pro Jahr werden Impfungen und Gesundheitschecks durchgeführt. Diese 
Impfungen wären für viele Farmer zu teuer und der nächste Tierarzt ist in Namibia oft sehr weit 
entfernt." (Quelle: KLICK)

In der Türkei beschützen diese Hunde die Schaf- und Ziegenherden übrigens äußerst erfolgreich
vor Bären und Wölfen. Diese Methode macht also immer und überall Sinn, und ich würde sie auch
für sämtliche Länder Europas empfehlen, in denen Wölfe bzw. Bären wieder Einzug halten.

Hier unten seht ihr u.a., wie solch ein Kangal aussieht, wenn er hundemüde ist 😉 - weiters Frau
 Rostrose mit dem Guide Trevis - und dann noch ein paar der Ziegen, mit denen diese Schutzhunde
aufwachsen. Außerdem werden im CCF übrigens Ziegenmilch-Produkte zum Verkauf angeboten.




Nach diesem hochinteressanten Besuch im Cheetah Conservation Fund mussten wir uns ohne
weiteren Aufenthalt in Richtung Windhoek begeben, um rechtzeitig zu unserem Abflug nach
Kapstadt beim Flughafen anzukommen. Ausgerechnet auf dieser Fahrt schafften wir es zwar (wegen
einer ausgedehnten Großbaustelle und reichlich Berufsverkehr) im Stau zu stecken ... und außerdem
entgingen wir nur knapp einem Unfall, als der Anhänger des Wagens vor uns einen Reifen verlor
(schaut mal auf das rechte Rad des Anhängers in der nächsten Collage *) - doch es ging sich alles
prima aus.

*) Die Reifenteile flogen zwar in alle Richtungen, trafen dabei aber zum Glück kein einziges der danach kommenden 
oder entgegenkommenden Fahrzeuge! Der Lenker bemerkte eine halbe Ewigkeit nichts von seinem Problem und somit 
wurde die Felge komplett abgefahren - erst als wir eine Gelegenheit zum Überholen fanden, konnten wir den Fahrer 
durch Handzeichen zum Stehenbleiben bewegen. Irgendwie erinnerte mich diese Situation an unsere USA-Reise im 
Jahr 2012 - an das Erlebnis bei der Fahrt nach Palm Spings.


Hier seht ihr außerdem rechts noch eine einzelne Frau mit Kind und links eine Gruppe von Frauen - allesamt in 
Herero-Tracht, wie wir sie auch in der Nähe des Himba-Verkaufsstandes gesehen hatten. Würde mich interessieren, 
ob die Frauen ihre Tracht nur "zur Arbeit" - quasi als Touristengag - anziehen.



Falls ihr euch für die elf verschiedenen Völker interessiert, die in Namibia leben, könnt
ihr euch HIER elf Fragen und ihre interessanten Antworten durchlesen. Die Frage, ob  die
Herero-Damen ihre Tracht auch im Alltag tragen, wird hier aber nicht beantwortet 😉...


Achja, eine Sache noch für diejenigen, die meinen Bericht lesen, weil sie tatsächlich mal nach
Namibia reisen wollen: Solltet ihr euch für eine Reise im hiesigen Sommer - also im dortigen
Winter - entscheiden, rechnet damit, dass es durchaus auch mal kalt werden kann (nämlich kälter,
als die Durchschnittstemperaturtabellen einen glauben machen). Unsere Freunde waren seinerzeit
im Juli dort ... und haben phasenweise gefroren ... (Dieses Problem hatten wir im Oktober /
November ja eher nicht 😉)

Und noch etwas für alle, die sich lieber ohne
Vorausbuchung und somit freier im Land bewegen wollen oder Lodges wie unsere zu luxuriös / zu
teuer / zu dekadent finden: Mein Bruder und meine Schwägerin waren ein Jahr vor uns in Namibia
und entschieden sich für einen Allradwagen mit Dachzelt. Wer gegen jede Menge Komfort hingegen
nichts einzuwenden hat und außerdem nicht gern selber fahren will, findet vielleicht Gefallen an der
Variante, für die sich unsere Freunde entschieden: Sie waren nämlich mit einem
"Luxuszug" durch Namibia unterwegs.


Und nun heißt es Abschied nehmen von Namibia, ihr Lieben! Ich hoffe jedoch, ihr
reist mit uns noch ein Stück weiter - nach Südafrika, denn unser nächstes Ziel dieses
Urlaubs hieß Kapstadt! Fortsetzung folgt also!


Auch dieses Posting verlinke ich (u.a. wegen der nachhaltig genutzten Reisekleidung
 und der erhaltenswerten Natur) bei ANL. Danke übrigens für eure bisherigen Verlinkungen dort - 
und ich freu' mich schon sehr auf eure weiteren achtsamen, nachhaltigen, die Lebensqualität
auf der Erde verbessernden Beiträge! Ich verlinke diesen Beitrag außerdem bei Sunnys 
Um Kopf und Kragen sowie bei ihrem Schmuckkistl, bei Tinas Freitagsoutfit und bei
Sabines Aktion Outfit des Monats ... Und mit dem Rot des Sonnenaufgangs mische ich auch 
wieder bei Juttas Aktion Ich sehe rot mit!

Außerdem möchte ich mich für eure lieben Kommentare zu meinem vorigen Posting mit 
dem Thema Capsule Wardrobe in Weinrot und Grau bedanken!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Grüße von eurer reiselustigen
Traude





  • PS: Wie oben versprochen, könnt ihr HIER noch einige Informationen zum Schutz der Geparden erhalten oder euren Beitrag leisten, damit diese herrlichen Wildkatzen nicht ausgerottet werden, damit sie medizinische Hilfe erhalten, wenn sie verletzt oder angeschossen wurden, damit verwaiste Jungtiere gerettet werden, damit der CCF weiterhin Tieren ein Zuhause bieten kann, die nicht ausgewildert werden konnten und damit Herdenschutzhunde gezüchtet, trainiert und ebenfalls medizinisch versorgt werden können.


Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes (wird regelmäßig aktualisiert):
Einleitung - Out of Africa
Namibia Teil 2 - Kalahari-Sundowner
Namibia Teil 3 - Von der Kalahari in die Namib  
Namibia Teil 4 - Die Dünen beim Sossusvlei und Deadvlei
Namibia Teil 5 - Solitaire und Swakopmund 
Namibia Teil 13 - Endspurt mit Geparden

Samstag, 25. März 2017

Capsule Wardrobe in Weinrot und Grau

Servus ihr Lieben!


In meinem ANL-Rezeptposting von neulich
zeigte ich euch nebenbei auch noch eine klitzekleine Mini-Garderobe in Grüntönen. Heute geht
es weiter mit einer neuen rostrosigen Capsule Wardrobe *) in den Farben Weinrot und Grau.
Okay, es kommen auch noch andere Farben - wie Orange und Schwarz - in meinen Mixturen vor,
aber die beiden titelgebenden Farben **) sind die Haupt-Akteure. Und die Kombinationen passen
gut zur kaltwarmen Übergangszeit, weil sie zumeist aus mehreren Schichten bestehen.


*) Wenn ihr euch weitere meiner Capsule Wardrobes ansehen wollt, klickt am besten HIER
Da könnt ihr euch durch eine reiche Auswahl von inspirierenden Kombinationen scrollen.

**) Vor drei Jahren zeigte ich euch schon mal Kombis in Silbergrau mit kräftigem, tomatigem Rot, 
die könnt ihr euch HIER ansehen. Einige der grauen Teile, die ich euch heute zeige, kamen damals
ebenfalls vor (eigentlich die meisten).



A short English summary of this post:
Today I show you a capsule wardrobe in the colors wine red and gray. The garments I use to make 
are all quite some years old. Only the red-orange triangle is new - a gift from my blog friend Ines! 
Hugs, Traude

 Zunächst also eine Kombination, die fast ausschließlich aus den genannten Tönen besteht - bis
auf die schwarzen Stiefletten. Das Ensemble ist ein gutes Beispiel für den Lagenlook, denn hier 
ist der lange Rock eine Lage, das kurze Kleid darüber die nächste... - gemeinsam bilden sie ein
langes Kleid. Unter dem Rock trage ich übrigens schwarze Leggings und unter dem Kleid ein
schwarzes Kurzarmshirt, aber beides sieht man hier nicht. Über dem Kleid bildet mein graues
Paillettenjäckchen eine weitere Lage, und dann gibt es noch meinen grauen Bömmelschal als
I-Tüpfelchen.




Im folgenden Ensemble findet ihr abermals das kurze Kleid und das graue Paillettenjackerl.
Unter dem Kleid und der Jacke trage ich ein weinrotes Langarmshirt, das sieht man weiter unten
etwas besser. Die grauen Jeans sind eigentlich Jeggings.

Der wahre Eye-Catcher bei dieser Kombination ist jedoch das Dreieckstuch - und das ist erstens
NEU (jedenfalls für mich) und hat zweitens eine nette Geschichte, die mit einem Kommentar
an Ines Meyrose begann. Denn in einem ihrer Blogbeiträge zeigte sie einen roten gestreiften
Poncho von Invero, dessen Farbenmix ich wunderschön fand - und das schrieb ich Ines auch.




Daraufhin antwortete mir Ines, außer dem Poncho und den dazu passenden Stulpen habe sie noch
 ein Dreieckstuch im selben Stil, das sie nicht trage - wie die anderen Teile auch aus schöner Merino-
wolle - ob ich es gerne geschenkt haben möge. Sie könne sich die Farben zu meinen Haaren gut denken.

Wie ihr an den Fotos seht, nahm ich dieses tolle Angebot gerne an - und die Farben sehen zu meinen
Haaren wirklich Klasse aus. DANKE NOCHMAL , liebe Ines, für dein schönes Geschenk! Ich
freue mich unheimlich über diesen Neuzugang in meinem Kleiderschrank, der mir wieder ziemlich
viele neue Kombinationen ermöglicht (von denen ich euch im Lauf der Zeit bestimmt die eine oder
andere zeigen werde!)


Hier nochmal die gleiche Kombination wie oben, aber ohne das graue Jäckchen.

Abermals die grauen Jeggings, mein grau-schwarzes Ringelshirt, darüber ein weinrot-
schwarzes Kleid von Des*gual und mein graues Kuschelwesterl.




Und wieder das weinrot-schwarze Kleid, darunter der Maxi-Rock von ganz oben, außerdem das
schwarze Kurzarm-Shirt, das man oben nicht sah, ein schwarz-weiß-rot gemusterter Schal und ein
Häkelspitzenjäckchen. Grau sind hier eigentlich nur die Ketten.




Unten nochmal derselbe Mix,
bloß spielen hier das Dreieckstuch und die graue Kuschelweste mit - wieder einmal ein Beweis
dafür, dass ein paar Kleinigkeiten alles sehr verändert aussehen lassen können:




Unten: mein grau-schwarzes Ringelshirt, darüber trage ich meinen grauen Pullunder, dazu
meinen weinroten Bourette-Seidenrock und schwarze Leggings mit Kunstledereinsätzen, in der
1. Collage teilweise mit einer alten Kapuzenjacke drüber, in der 2. Collage mit meiner hellgrauen
Kunstlederjacke - und dazu wieder der schwarz-weiß-rot gemusterte Schal:



 


Abermals die grauen Jeggings, diesmal zu einem Materialmix-Kleid in Grau-Rot-Tönen. Das
Baumwoll-Viskose-Kleid habe ich schon seit etwa drei oder vier Jahren, aber ich finde es hier
 in meinem Blog nicht, also habe ich es euch vielleicht noch nicht gezeigt. (Oder ich hab's gut
vor mir selbst versteckt 😉) Es ist teilweise samtig, teilweise aus Jersey und beim Halsausschnitt
 hat es einen Strickrand - den sieht man hier jedoch nicht, weil ich meinen grauen Pullunder drüber
gezogen habe. (Weiter unten seht ihr aber mehr vom Kleid.)

Ich liebe vor allem die (dezenten) Trompetenärmel des Kleides. Mittlerweile hab ich mir sagen
lassen, dass solche bzw. noch viel ausgeprägtere (und andere auffallende, zum Teil absolut unpraktische)
Ärmel heutzutage "Statement-Ämel" genannt werden... und spezielle Ketten heißen ja schon seit
 einer Weile  "Statement-Ketten".... Aber - entschuldigt bitte -... nääää...





... wenn ich Ärmel und Ketten trage, die noch dazu sowieso gerade mal wieder als modern
gelten, ist das kein Statement, kein Zu-einer-Meinung-Stehen selbst gegen massive Widerstände,
keine öffentliche Erklärung... Es sind einfach nur Ärmel ... und Ketten. Auffallend bis unpraktisch
vielleicht, hübsch und erfreulich unter Umständen - aber trotzdem nichts anderes als modischer
Schnickschnack.





Ich spiele gern mit Mode (bzw. mit Klamotten, die eigentlich gar nicht wirklich "modern" sind),
aber es ändert nichts daran: Das Ganze ist ein SPIEL. Ein lustiger, kreativer Zeitvertreib. Vielleicht
- im besten Fall - etwas, mit dem man eine sehr persönliche Geschichte erzählt. Aber: Sorry, mit 
überlangen oder überweiten Ärmeln zeigt man längst noch keine eigene Meinung. (Oder wenn, dann
höchstens, falls man diese Sachen auch dann noch mit Überzeugung trägt, wenn sie wieder als
unmodern gelten 😉... Aber ich denke, selbst in diesem Fall ist es keine "Aussage", sondern
bestenfalls "ein eigener Stil".)




An modische Spielereien den Begriff "Statement" dranzuhängen ist für mich ein Zeichen unserer viel
zu oberflächlichen und in vielerlei Hinsicht (selber-denken, sich engagieren, tatsächliche Signale
setzen, ...) unterentwickelten Zeit. So nach dem Motto: Wenn man sonst schon nix Nennenswertes
 macht, dann trägt man eben schrullige Ärmel und behauptet, das würde etwas aussagen...


Hier wieder das Kleid von oben mit meinem grau-schwarz-karierten Kurzmantel


Wirkliche Statements können etwas verändern - können Denkprozesse ins Rollen bringen, können
Mißstände aufzeigen, können andere dazu anregen, ebenfalls ihre Meinung zu äußern.

Wirkliche Statements von engagierten BloggerInnen findet ihr unter anderem in Beiträgen, die sie
bei meiner Aktion ANL verlinkt haben und mit denen sie Signale setzen, um die Welt ein bisserl
besser zu machen. Statements von mir findet ihr u.a. ebenfalls dort, Statements von Gruppierungen,
die ich unterstützenswert finde, und von engagierten Einzelpersonen gibt es z.B. in den Petitionen,
die ich immer wieder mal mit euch teile. Und so gut wie nichts davon hat mit Ärmeln zu tun 😉



 


So, ihr Lieben, ich musste das jetzt einfach loswerden - und nun spiele ich wieder das weinrot-
graue Modespiel weiter 😉 Diesmal mit dem kurzen weinroten Kleid von weiter oben, dunkelgrauen
Jeans, meiner uralten dunkelgrauen Kapuzenjacke (die mal Teil eines Hosenanzuges war, als mir um
den Allerwertesten noch Größe 38 passte)... und wieder dem vielseitigen Dreieckstuch.




Unten: Das weinrot-schwarze Kleid von Des*gual, diesmal über meinem weinroten Bourette-
Seidenrock und dem Baumwolltüll-Unterrock (beides von Waschb*r), dazu ein schwarzes Lang-
armshirt und schwarze Leggings mit Kunstledereinsätzen, in der 1. Collage ohne Jacke drüber,
in der 2. Collage wieder mit der alten Größe-38-Kapuzenjacke:




Zum Schluss noch ein weiterer Blick auf das "statementfreie Trompetenärmelkleid", diesmal
kombiniert mit dem Biobaumwoll-Maxirock, den ihr weiter oben mehrmals gesehen habt, dem
Kuschelwesterl und dem Bömmelschal.





Das heutige Posting verlinke ich wieder beim März-Linkup der Modischen Matronen 
(Beate, Natalia und Tina) mit dem Thema Layering oder Lagenlook, außerdem bei 
Sunnys Um Kopf und Kragen sowie bei ihrem Schmuckkistl, bei Tinas Freitagsoutfit,
und bei Sabines Aktion Outfit des Monats. Außerdem bin ich mit meiner nachhaltig
genützten Kleidung wieder bei ANL dabei - und ich freue mich auch auf eure zahlreichen
Verlinkungen bei A New Life - Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität!




Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude


Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +



PS: 
 Und weil für manche Anliegen IMMER Zeit sein muss, kommt nun noch je eine 
Petition zur Rettung der Wale und zur Rettung des Lebensraumes von Orang Utans:
  •  Die Urwälder von Sungai Putri sind eines der letzten Refugien für Borneos Orang-Utans. Mehr als tausend dieser stark bedrohten Menschenaffen leben in den Sumpfwäldern im Westen der Insel. Jetzt ist ihr Überleben in Gefahr: Eine Holzfirma will dort Plantagen für die Papierindustrie anlegen. Indonesiens Präsident muss sofort handeln! Zur Petition geht's HIER.
    Orang-Utan im Schlafnest aus Blättern in Astgabel auf Borneo
    Foto via
  • Wale sind atemberaubende Lebewesen. Wir wissen, dass sie über Gesänge miteinander kommunizieren und menschenähnliche Emotionen verspüren. Doch in Norwegen werden die anmutigen Meeresriesen Jahr für Jahr gejagt, getötet, zerhackt und zu Tierfutter oder Kosmetika verarbeitet. Es bricht einem das Herz. In wenigen Tagen eröffnet Norwegen wieder die jährliche Walfangsaison. Doch diesmal sagen wir: „NEIN, Norwegen!” Zur Petition geht's HIER! 
     
     

Montag, 20. März 2017

Namibia Teil 12 - Fahrt durch Etosha auf eigene Faust - und viele Tiere

Moro Moro, ihr lieben Mitreisenden!


In meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel zeigte ich euch zahlreiche Löwen-Action-Fotos -
und ich freue mich sehr, dass sie euch ebenso gut gefielen wie uns! An unserem dritten Etosha-
Tag sahen wir die fünf wehrhaften Löwenmädels übrigens wieder, weiter unten gibt's Bilder
von ihnen.




A short English summary of this post:
On our third day in Etosha, we crossed the national park from one end to the other. This time we 
were on the road without a guide and in our rental car - luckily we were able to see and take photos 
of many animals again! Our next lodging was just 10 km from the eastern "Lindequist-Gate": 
the beautiful Mushara Lodge - a very special place again!
Hugs, Traude


 


Tag 3 begann zeitig am Morgen - wir hatten eine lange Fahrt quer durch den Nationalpark vor uns
und standen daher gemeinsam mit der Sonne auf. Nach dem Frühstück nahmen wir Abschied von
der Etosha Safari Lodge. (Ihr seht oben übrigens ein Bild vom Hauptgebäude, auf dessen Terrasse
das Frühstück serviert wurde.) Leider vergaß ich diesmal, die Kleider zu fotografieren, die ich für die
Zimmermädchen zurückließ - wenn ich mich nicht irre, waren es an diesem Tag die beiden hauch-
dünnen Spitzenkleider, die ich HIER getragen hatte.

Die kleinen Kinder, die ihr auf der oberen Collage seht, sind Himba-Kinder, deren Eltern vor dem
Etosha-Eingang handwerkliche Waren feilboten. Aufgrund unserer diesbezüglichen Erfahrungen
hatten wir aber keine Lust, den Verkaufsstand zu besuchen ... 😉

 


Am ersten Etosha-Tag hatten wir ganz viele Elefanten gesehen, am zweiten Tag u.a. jede
Menge Löwen - natürlich waren wir voller Neugierde, ob wir am dritten Tag, wenn wir ganz
ohne Guide unterwegs sein würden, ebenfalls solch ein Fotosafari-Glück haben würden.


Leider wurde der Babyelefant von dem Gestrüpp verdeckt.


Gleich mal vorweg, wir sahen zahlreiche Tiere, eine bunte Mischung von Antilopen, Löwen,
Elefanten, Hörnchen, Vögeln, Schakalen, Giraffen etc. Dennoch gestaltete sich das Fotografieren
aus unserem Leihwagen schwieriger als aus dem Jeep, denn entweder mussten wir die Fenster
herunterlassen oder durch die Scheiben "knipsen".

Eine/r von uns saß am Steuer und der oder die andere hantierte (wegen der unterschiedlichen
Objektive) mit zwei Kameras. Zu Beginn war Edi der Fahrer und ich fotografierte, etwa ab der Hälfte
der Strecke tauschten wir. Wenn wir bei Wasserlöchern oder größeren Tierherden etwas länger stehen
blieben, griffen wir jedoch wieder beide zur Kamera.
  



Hier oben seht ihr sie schon, "unsere" Löwenmädels! Diesmal waren sie absolut friedlich. Nun, 
es war ja auch kein aufdringlicher Löwenkerl in der Nähe 😉...  Wenngleich die fünf an diesem 
Tag nur dösten, freuten wir uns ungemein über die Wiederbegegnung, schließlich zählen diese 
Löwinnen zu den "Oscar-reifen Hauptdarstellerinnen" in unserer höchstpersönlichen Etosha-
Geschichte.



Die schönen Oryxantilopen (unten) mit ihrer markanten Gesichtszeichnung und den spießartigen 
Hörnern habt ihr in meinem Reisebericht inzwischen schon mehrmals gesehen, Springböcke 
ebenfalls - noch nicht gezeigt habe ich euch bisher jedoch die entzückenden kleinen Steinböckchen
die gern reglos neben Bäumen oder Büschen sitzen oder stehen und deshalb leicht zu übersehen 
sind.


 


 Mit ihren großen Ohren, den lang-bewimperten dunklen Augen, dem kurzen Näschen und der 
geringen Körpergröße von höchsten einem halben Meter kann man kaum anders als sie umwerfend 
süß zu finden... und am liebsten würde man sie streicheln. (Was aber natürlich ein absolutes No-Go 
ist - die Tiere in Etosha sind erstens Wildtiere und zweitens ist das Aussteigen aus den Fahrzeugen 
sowieso nur an einigen wenigen gekennzeichneten Orten erlaubt. Und das Berühren von Tieren
zu Recht strengstens verboten. Aber der "Beschützer-Instinkt", der Kuschel-Trieb, das "Hach-
wie-Putzig", das Berührungs-Bedürfnis ist unweigerlich vorhanden, jedenfalls bei mir 😉😍)




Gnus -  egal ob sie nun stehen und äsen oder liegen und verdauen, egal ob sie schon älter sind
oder noch Jungtiere - lösen selten diese vom Kindchenschema verursachten Bedürfnisse aus.
Sie sind wahrlich seltsam aussehende Tiere - und HIER habe ich euch die alte afrikanische 
Geschichte erzählt, weshalb die Körper der Gnus so sonderbar zusammengewürfelt wirken.
Einer Streifengnu-Herde in freier Wildbahn zu begegnen hat dennoch einen besonderen Reiz -
diese großen Kuhantilopen wirken ähnlich mächtig wie die Bisons, die wir in den USA 
gesehen haben - KLICK.




Bei dem Wasserloch, das ihr oben und unten seht, gab's außer den Streifengnus im Vordergrund 
wieder eine große Tier-Vielfalt zu beobachten, Elefanten, Oryxe, Springböcke, jede Menge
Vögel ... Und wie uns schon an den beiden Vortagen aufgefallen ist, scheinen Elefanten, wenn
sie einander begegnen, stets einen "Plausch" miteinander zu halten:




Hier seht ihr eine weitere solche Elefantenbegegnung. Man hat den Eindruck, die beiden
freuen sich richtig über dieses Zusammentreffen:




Es ist mir unbegreiflich, dass diese wunderbaren und sozialen Lebewesen von manchen
"Menschen" nur als Dinge, als Elfenbeinlieferanten, als Hautlieferanten, als Geldquelle... 
betrachtet werden - als etwas, das man ungeniert abschlachten und ausrotten kann... *) Aber
ich glaube, ich werde jenen irregeleiteten Teil der Menschheit, der sich als "Krone der 
Schöpfung" betrachtet oder Geld über alles andere stellt, sowieso niemals verstehen können.

*) Unten gibt es wieder eine Petition zur Beendigung des Elfenbeinhandels - diesmal an EU-Umweltkommissar 
Karmenu Vella und alle europäischen Regierungen! Und es gibt auch endlich mal eine Erfolgsmeldung, die den
Kampf gegen den Elfenbeinhandel betrifft.




Wie vorhin erwähnt, gibt es im Etosha Nationalpark nur einige wenige Plätze, wo es erlaubt ist, aus
dem Wagen auszusteigen. Die meisten von ihnen liegen in der Nähe von Wasserlöchern (wobei man 
längst nicht bei allen Wasserlöchern aussteigen darf!). Übrigens befinden sich zwischen Mensch und
Wasserloch für gewöhnlich Zäune, damit selbst die dümmsten Vertreter unserer Spezies begreifen, 
dass sie zu den Tieren einen Respektabstand halten sollen - entweder zum Schutz der Tiere oder 
auch, um selbst nicht in Gefahr zu geraten. Die Besucher, die wir in Etosha trafen, hielten sich alle
vorbildlich an die Regeln, aber man hört oder liest immer wieder von Touristen, die glauben, dass 
die Vorschriften nur für andere gelten und nicht für sie...




Hier nützten wir eine der Ausstiegstellen für ein kleines "Rostrosen-Shooting", wobei sich sowohl
Herr als auch Frau Rostrose jeweils mit dem großen Objektiv präsentierten: Einerseits, weil das
natürlich um einiges mehr hermacht, andererseits, weil man mit dem Alltagsobjektiv nicht so weit
weggehen muss, um den anderen fotografieren zu können 😉... An diesem Tag trug ich das bunte,
rückenfreie Shirt zum letzten Mal bevor ich es weggab - diesmal mit einem braunen T-Shirt
darunter und zur beige-braunen Safari-Hose.




On the road again - immer wieder sahen wir größere und kleinere Zebraherden. Die Zebras, die
uns im Etosha Nationalpark begegneten, waren übrigens allesamt Steppenzebras - wir erkannten
das unter anderem an ihrer Zeichnung: Zwischen den schwarzen Streifen haben sie - jedenfalls im
Rückenbereich - auch immer einen hellgrauen Streifen ... im Gegensatz zu den ebenfalls in Etosha
lebenden (aber selteneren und uns nicht vor die Linse gekommenen) Hartmann-Bergzebras, die
ihr euch HIER ansehen könnt.

Eins der Jungtiere (nächste Collage rechts) fiel uns besonders auf, weil es dunkler war als alle
anderen und das Fell auch etwas länger aussah. Leider weiß ich nicht, ob das daran liegt, dass dieses
Tier einfach noch ganz besonders jung war und sich die langen, dunklen Haare im Lauf der Tage
verlieren oder ob es sich hier um etwas "Ungewöhnliches" handelt. Das andere Zebrafohlen
(nächste Collage links) war jedenfalls genauso gezeichnet wie seine Artgenossen... Da hätten
wir gern einen erfahrenen Guide wie Lista dabei gehabt, der uns diese Frage bestimmt beantwortet
hätte.




Wenn wir schon bei Zebras sind: Viele von euch kennen bestimmt das Abbey-Road- 
Plattencover der Beatles, wo alle vier einen Schutzweg überqueren. Bei unserem lustigen Blogger-
treffen in Hamburg stellten (von links nach rechts) Bärbel, Sabine, Ines und ich diese berühmte 
Szene auf einem Zebrastreifen beim Chilehaus nach. (Mehr von diesem tollen Bloggertreffen 
im Herbst 2015 HIER.) 

Und sieh mal einer an - auch Zebras haben, wie es aussieht, ab und zu das Bedürfnis zu solchem 
Unfug, denn in Etosha begegneten uns diese vier Streifenpferde, die das Foto auf dem Plattencover 
ebenfalls kopierten - in ihrem Fall natürlich mit "integriertem" Zebrastreifen, ist ja klar 😉😀😍😚


Beatles-Foto von HIER, alle anderen von den Rostrosen


Woran man wieder erkennt, die Abbey Road kann überall sein - in London, in Hamburg
oder auch in Etosha...

In der nächsen Collage zeige ich euch noch, dass wir längst nicht immer auf das große Objektiv
zugreifen mussten, wenn wir Nahaufnahmen von Tieren machen wollten - manchmal kamen sie
 uns ohnehin ganz nah. So wie dieser Elefant, der gemütlich neben der Fahrbahn entlangspazierte.
Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade die Fahrerin (ihr wisst schon, Linksverkehr in Namibia, daher
sitze ich auf der rechten Seite ...) und bat Edi, auch ein Stück von mir mitzufotografieren, damit
 man sieht, wie nah der Elefant an uns dran war. Und so sind wir hier nun also quasi "Nase an
Nase", der graue Dickhäuter und ich 😉...




Und mit den folgenden Bildern verabschiede ich mich von unseren drei atemberaubenden
Tagen im Etosha Nationalpark. Sie werden uns unvergesslich bleiben, davon bin ich überzeugt.
Ein paar Tiere haben wir leider nicht gesehen - z.B. die niedlichen Erdmännchen oder auch die
großartigen, aber so seltenen Leoparden und Geparden. (Lista, unser Guide vom 2. Tag, erzählte
uns, dass er nur ein-, zweimal im Monat Leoparden oder Geparden zu sehen kriegt - und er ist
immerhin fast täglich in Etosha unterwegs!) Ich hoffe, dass wir eines schönen Tages wieder 
nach Namibia kommen werden - und vielleicht auch einen weiteren Besuch in Etosha schaffen. 
Und wer weiß, möglicherweise sehen wir dann ja auch jene Tiere, die sich uns diesmal nicht 
zeigen wollten... *)

*) Was die Geparden betrifft, konnten wir zwei Tage später allerdings bereits etwas 
"nachholen" 😉 - mehr darüber in meinem nächsten Reisebericht!




Unsere nächste Unterkunft - im Mushara Outpost (nur etwa 10 km vom Von-Lindequist-Tor des
Etosha Nationalparks entfernt) - war wieder etwas ganz und gar Besonderes - abermals ein Quartier,
 wie wir zuvor noch keines gehabt hatten. Schon die allererste "Begrüßung" war ungewöhnlich -
zunächst konnten wir das Geräusch nämlich nicht einordnen (in Wikipedia wird es als ein lautes
abgehacktes Wuk-Wuk-Wuk beschrieben)...

...bis wir auf den Boden sahen und einen seltsam "rufenden" grauen Vogel  mit auffallendem
Schnabel erblickten - einen Gelbschnabeltokko (in Namibia auch "Flying Banana" genannt 😉).
Aus dem Ring am Bein des Vogels schließen wir, dass der Tokko quasi zur Mushara Lodge "gehört".
Als nächstes begegnete uns ein Specht und dann kamen Tiere auf die Wiese, die es angeblich auch
im Etosha Nationalpark zu sehen gegeben hätte, die sich dort aber erfolgreich vor uns versteckt
haben. Welch ein Glück, dass die Mushara-Outpost-Warzenschweine weniger scheu waren und
sich beim genüsslichen Fressen fotografieren ließen. (Man beachte dabei die interessante Haltung
ihrer Vorderbeine!)




Ebenso beeindruckt waren wir von der Mushara-Lobby, die mit viel Stil, Geschmack und
tollen Deko-Details eingerichtet ist. Ganz besonders spannend fanden wir übrigens die großen
Schwarzweißfotos an den Wänden, die z.B. eine durch Giraffenbeine hindurch fotografierte
andere Giraffe, die Schattenrisse von aus der Luft aufgenommenen Zebras etc. darstellen. Manche
der Bilder - wie z.B. auch das von einer trinkenden Giraffe - müssen wohl auf dem Bauch liegend
aufgenommen worden sein - eine Möglichkeit, die uns als "normalen" Touristen verwehrt
blieb... (Ihr könnt euch einige der Aufnahmen, die wir kurzerhand abfotografiert haben, in
den folgenden Collagen ansehen.)


Das Tierchen rechts ist eine Zwergantilope, die dort auch rumlief - ev. ein Damara-Dikdik, aber da sind wir uns nicht ganz sicher...


Zur Begrüßung bot man uns ein köstliches Küchlein (siehe oben) und Kaffee an, und dann
erklärte uns die Rezeptionistin, dass unser Zelt bereit sei. Moment mal - hatte sie eben ZELT
gesagt?!? Hilfe, wir wollten nicht in einem Zelt in der Wildnis schlafen, wir hatten schließlich
für Appartments, Zimmer oder Rundhütten bezahlt! Zum Glück blieben wir cool, sagten nichts
und warteten erstmal ab, ob wir uns nicht verhört hatten.

Nun, wir hatten uns nicht verhört - uns wurde tatsächlich ein "Zelt" zugewiesen - aber zugleich
mussten wir alles vergessen, was wir jemals über solche "Camping-Schafplätze" gehört, gelesen,
erfahren und gedacht hatten, denn bei den Mushara-Outpost-Zelten handelt sich um echte
Luxus-"Häuser".




In der oberen Collage könnt ihr unser "Zelt" links unten klein von außen sehen
und im großen Bild einen Teil des Innenlebens, nämlich das schöne, geräumige Bett. Hier ein
paar Ausschnitte aus der Beschreibung: "Jedes Zelt befindet sich auf einer 1,5 m hohen hölzernen
Plattform, die einen sehr guten Blick auf die Buschlandschaft ermöglicht. Der Eingang ins Zelt ist
eine große Glasschiebetür. Alle Fenster und Türen sind mit Fliegengitter geschützt. Glasfenster
vom Boden bis zur Decke sorgen nachts für gute Ventilation. An heißen Nachmittagen sorgt die
Klimaanlage für komfortable Kühle. Neben dem offenen Badezimmer mit Decke und zwei großen
Fenstern gibt es eine separate Toilette. Die Duschkabine ist komplett aus Glas, und es ist Ihnen
überlassen, wie weit Sie die Segeltuchwand öffnen möchten, um Ihr Dusch-Erlebnis durch einen
freien Blick in die Natur zu erweitern."

Solch ein Dusch-Erlebnis gönnten wir uns dann auch gleich, um uns fürs Abendessen frisch zu
machen, und hier seht ihr, welchen Mix ich aus den noch übrigen Garderobe-Teilen für diesen 
Abend zusammenstellte:




Hier unten ein Blick auf das abendliche Menü - mir läuft heute noch das Wasser
im Mund zusammen, wenn ich daran zurückdenke. Generell war das Essen in Namibia
sehr nach unserem Geschmack und zumeist außerordentich gut zubereitet. (Auch das
also ein Grund, um in dieses schöne Land zurückzukehren 😉...)




Ihr merkt schon, zu diesem Zeitpunkt machte sich bereits eine gewisse Wehmut bemerkbar,
weil der Urlaub spürbar seinem Ende entgegenging. Aber zwei Tage in Namibia waren
 uns ja noch vergönnt - und anschließend auch noch ein Drei-Tages-Abstecher nach Kapstadt.
Und wir haben sowohl hier wie auch dort noch einiges sehr Interessantes unternommen und
noch ein paar bemerkenswerte Tier-Begegnungen gehabt. Es bleibt also spannend - ich hoffe
daher, ihr seid auch bei den weiteren Kapiteln meines Reiseberichtes wieder dabei!



Auch dieses Posting verlinke ich (u.a. wegen der nachhaltig genutzten Reisekleidung und der 
erhaltenswerten Natur) bei ANL. Danke übrigens für eure bisherigen tollen Verlinkungen dort -
und ich freu' mich schon sehr auf eure weiteren achtsamen, nachhaltigen, die Lebensqualität
auf der Erde verbessernden Beiträge! 
Bis zum Abend des 1. April habt ihr dazu noch Gelegenheit!!!

Ich verlinke diesen Beitrag außerdem bei Sunnys 
Um Kopf und Kragen sowie bei ihrem Schmuckkistl, bei Tinas Freitagsoutfit und bei
Sabines Aktion Outfit des Monats ... Und mit dem Rot des Sonnenaufgangs mische ich auch 
wieder bei Juttas Aktion Ich sehe rot mit!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer reiselustigen
Traude



Hier könnt ihr unterschreiben und unterstützen:
  • Elefanten sind unfassbare Tiere: Sie helfen sich gegenseitig in Notlagen, können den Tod begreifen und um verstorbene Artgenossen trauern. Doch wenn die Wilderei so weitergeht, könnten die Elefanten bald vom Erdboden verschwinden. Es ist so schlimm, dass einige Tiere mittlerweile ohne Stoßzähne geboren werden - ein erstaunlicher letzter Versuch der Evolution, die menschliche Grausamkeit zu überleben. Zeit also, dass wir die Schließung der europäischen Märkte und ein Ende des gesamten Elfenbeinhandels fordern. In Europa wird das gerade diskutiert. Wenn wir jetzt nichts tun, könnten die Nutznießer des Elfenbeinhandels ihren Willen durchsetzen und das blutige Geschäft fortführen. Hier geht es zu einer Petition an EU-Umweltkommissar Karmenu Vella und alle europäischen Regierungen: 
Unterzeichnet bitte, um den Elfenbeinhandel zu beenden
Foto via


  • Hier mal eine WWF-Erfolgsmeldung, die den Kampf gegen den Elfenbeinschmuggel betrifft: Boniface Matthew Maliango ist einer der schlimmsten Elfenbeinschmuggler. Laut lokaler Naturschutzorganisationen ließ er als Kopf mehrerer Wilderei-Syndikate tausende Elefanten wegen ihres Elfenbeins töten. „Shetani“ – der Teufel, wie er auch genannt wird - war gerade dabei, 118 Stoßzähne zu schmuggeln, als er gefasst wurde. Jetzt hat ihn ein Gericht in Tansania zu zwölf Jahren Haft verurteilt. (Anm. d. Rostrose: Möge ihn dort eine noch gerechtere Strafe ereilen, auf dass es ihm nie mehr möglich sein kann, weiter zu wildern oder andere damit zu beauftragen.) 

Boniface Matthew Maliango hinter Gittern © Terra Mater Factual Studios
Foto via

  • Und noch in weiteren Fällen gelang ein massiver Schlag gegen die Wildtiermafia:  Sowohl in Afrika als auch in Asien wurden innerhalb weniger Tage Unmengen von Elfenbein und Nashorn-Hörnern konfisziert. Mehr darüber HIER. Doch trotz des Erfolges schmerzt es mich, all die vielen Stoßzähne und Hörner zu sehen - vor kurzem noch lebten die Tiere, denen diese "Teile" gehörten, ... waren Teil dieser Welt, waren die Chance auf Nachwuchs, waren wertvolle Lebewesen und ein wunderschöner Anblick in der freien Natur ... und dann wurden sie aus bloßer Gier ermordet... Der Gedanke ist herzzerreißend. HIER könnt ihr den WWF beim weltweiten Kampf gegen die Wilderei unterstützen.
Foto via


  • Liberia beheimatet fast die Hälfte der verbliebenen, unglaublich artenreichen Regenwälder Westafrikas. Die Firma Golden Veroleum Liberia besitzt Konzessionen über hunderttausende Hektar Land, um Palmölplantagen anzulegen. Jetzt beantragt sie eine Lizenz, die den Verkauf des dabei geschlagenen Holzes erlaubt. Umweltschützer fordern, den Export von Holz aus solchen Konzessionen zu verhindern. Sonst drohe die Zerstörung der Regenwälder. Zur Petition geht's HIER!
Ein Schimpanse in Liberia
Foto via

  • Um praktisch dasselbe Thema geht es in der Petition, die Falk Gembus bei ANL verlinkt hat - die EU schließt mit Liberia einen Vertrag über den Holzimport. Dabei warnen Umweltschützer, dass alle bestehenden Rodungskonzessionen illegal sind. Der artenreiche Upper Guinean Rainforest ist bedroht. Die EU darf nicht zulassen, dass illegal geschlagenes Holz importiert wird. Bitte unterschreibt auch DIESE Petition!


Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes (wird regelmäßig aktualisiert):
Einleitung - Out of Africa
Namibia Teil 2 - Kalahari-Sundowner
Namibia Teil 3 - Von der Kalahari in die Namib  
Namibia Teil 4 - Die Dünen beim Sossusvlei und Deadvlei
Namibia Teil 5 - Solitaire und Swakopmund